Migranten und Flüchtlinge in einem Gummiboot, die Richtung Europa fahren | Bildquelle: dpa

Vor Libyen Mehr als 1300 Flüchtlinge gerettet

Stand: 04.02.2017 07:01 Uhr

Laut der italienischen Küstenwache sind mehr als 1300 Menschen vor Libyens Küste gerettet worden. Seit Mittwoch wurden damit mehr als 3000 Flüchtlinge aufgegriffen, die Europa über das Mittelmeer erreichen wollen.

Vor der Küste Libyens sind mehr als 1300 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Diese Zahl gab die italienische Küstenwache bekannt, die die Rettungseinsätze vor Ort koordiniert. Damit wurden seit Mittwoch mehr als 3000 Menschen im Mittelmeer gerettet, die auf diese Weise Europa erreichen wollten. In dem Gebiet sind unter anderem die Organisationen Ärzte ohne Grenzen (MSF) und Proactiva Open Arms im Einsatz.

Ed Taylor von MSF, der sich an Bord des Rettungsschiffs "Aquarius" befand, sprach von einem "Alptraum". Die Helfer seien am Rande ihrer Kapazitäten, es gebe zu wenige Rettungsboote, teils seien sie mit doppelt so vielen Menschen belegt wie vorgesehen. "Wir haben um Unterstützung gebeten, aber niemand ist zuständig", schrieb er auf Twitter. Proactiva erklärte, es sei ein "schwieriger Tag" gewesen. Die Menschen hätten Verbrennungen vom Treibstoff und andere Verletzungen, es seien viele Babys unter den Flüchtlingen.

In Malta hatten die EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag über die Flüchtlingskrise beraten. Sie vereinbarten zehn "Prioritäten" zur Unterstützung Libyens. Der Krisenstaat ist derzeit das größte Transitland für Flüchtlinge aus Afrika. Hunderttausende kommen aus Eritrea, Ägypten, dem Niger, Bangladesch oder dem Sudan, um von Libyen aus die zentrale Mittelmeerroute nach Italien zu nehmen.

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