Tim Farron spricht auf einer Pro-EU-Kundgebung in London (März 2017) | Bildquelle: AFP

Nach GB-Wahl Kommt ein neues Brexit-Referendum?

Stand: 09.06.2017 15:29 Uhr

Der Chef der britischen Liberaldemokraten, Farron, fordert, die Verhandlungen für den EU-Austritt auf Eis zu legen. Er brachte nach dem schlechten Wahlergebnis für Premierministerin May sogar ein neues Brexit-Referendum ins Gespräch.

Der Chef der britischen Liberaldemokratischen Partei, Tim Farron, hält ein zweites Brexit-Referendum für nicht mehr ausgeschlossen. Die Argumente dafür würden nach der Wahlschlappe der konservativen Premierministerin Theresa May stärker, sagte Farron in London.

Brexit-Gespräche aufschieben?

Zugleich sprach er sich dafür aus, die Gespräche zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union über den Austritt auszusetzen. "Es ist schlicht undenkbar, dass die Premierministerin die Brexit-Verhandlungen in nur zwei Wochen beginnen kann", sagte Farron. Das schlechte Wahlergebnis für die Konservativen zeige, dass die kompromisslose Brexit-Politik von Großbritanniens Premierministerin May von den Briten nicht gewollt sei.

Formell sollen die Verhandlungen am 19. Juni aufgenommen werden. Der Austritt ist für März 2019 vorgesehen. Angesichts der unklaren Lage in London nach der Unterhauswahl steht der Zeitplan aber infrage.

Optionen für den Brexit
tagesthemen 21:45 Uhr, 09.06.2017, Michael Grytz, ARD Brüssel

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Schottland will im EU-Binnenmarkt bleiben

Die Chefin der schottischen Nationalisten, Nicola Sturgeon, kündigte an, alles dafür zu tun, damit Schottland und das Vereinigte Königreich im EU-Binnenmarkt verblieben. Die Pläne der Konservativen, auch einen sogenannten harten Brexit ohne Abkommen mit der EU durchzusetzen, müssten aufgegeben werden. Zugleich sagte Sturgeon, sie werde mit anderen Parteien zusammenarbeiten, um die Konservativen von der Macht fernzuhalten.

May und ihre Tories gingen aus der Unterhauswahl zwar als stärkste Kraft hervor, verloren aber ihre absolute Mehrheit. May kündigte an, dennoch eine neue Regieurung bilden zu wollen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 09. Juni 2017 um 21:45 Uhr.

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