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Pentagon

Leichenschändung in Afghanistan

Pentagon stellt zwei Marines vor Gericht

Das Internetvideo einer Leichenschändung von US-Soldaten in Afghanistan hat ein juristisches Nachspiel: Zwei Marineinfanteristen müssen sich vor einem Militärgericht verantworten, weil sie auf tote Taliban-Kämpfer uriniert haben sollen.

Nach Angaben des Pentagons drohen den beiden Unteroffizieren strafrechtliche Konsequenzen für die Leichenschändung, die in einem Internetvideo Anfang des Jahres öffentlich geworden war. Wegen des Vergehens hatte das US-Militär Ende August bereits drei andere Soldaten mit Disziplinarstrafen belegt.

Soldaten müssen sich Militärgericht verantworten
S. Fritz, ARD Washington
25.09.2012 08:38 Uhr

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"Mit menschlichen Opfern posiert"

Das US-Verteidigungsministerium wirft den beiden Soldaten einer Scharfschützeneinheit vor, gegen das Militärrecht verstoßen zu haben. Die Unteroffiziere hätten "mit menschlichen Opfern posiert". Außerdem seien die Männer angeklagt worden, weil sie untergebene Soldaten nicht angemessen beaufsichtigt hätten.

Der Vorfall ereignete sich Ende Juli 2011 in der südafghanischen Provinz Helmand. Im Januar tauchten im Internet die Aufnahmen der Schändung der Leichen dreier getöteter Aufständischer auf und sorgten für massive Empörung. Afghanistans Präsident Hamid Karsai warf den Soldaten "unmenschliches Verhalten" vor, US-Verteidigungsminister Leon Panetta entschuldigte sich.

In dem Video sind vier US-Soldaten zu sehen, ein fünfter machte die Aufnahme. Bei den im August abgestraften Soldaten handelte es sich laut US-Armee um einen der urinierenden Soldaten, einen Kollegen, der die Szene aufnahm, sowie einen weiteren anwesenden Marineinfanteristen, der den Vorfall nicht meldete.

Stand: 25.09.2012 03:05 Uhr

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