Sergej Lawrow | Bildquelle: AP

Angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen Lawrow stellt Arbeit deutscher Polizei infrage

Stand: 26.01.2016 14:22 Uhr

Die deutsche Polizei hat zwar mehrfach erklärt, die 13-jährige Lisa mit russischen Wurzeln sei nicht vergewaltigt worden. Dennoch schaltet sich jetzt der russische Außenminister in den Fall ein - und erhebt Vorwürfe gegen die Ermittler.

Von Hermann Krause, ARD-Studio Moskau

Seit Tagen berichtet das russische Fernsehen über die angebliche Vergewaltigung der 13-jährigen Lisa in Berlin. Dabei wird den deutschen Behörden Versagen und Vertuschen vorgeworfen. Ähnlich äußerte sich nun auch der russische Außenminister. Sergei Lawrow behauptete auf seiner Jahrespressekonferenz, dass die Nachricht über Lisas Verschwinden aus "irgendwelchen Gründen zurückgehalten" worden sei.

"Aus irgendwelchen Gründen sehr lange verschwiegen"

"Wir wünschen Deutschland viel Erfolg, dass es die schwierigsten Probleme mit den Migranten meistern kann", so der russische Außenminister. "Ich hoffe, dass die Probleme nicht unter den Teppich gekehrt werden. Auch dass sich die Fälle nicht wiederholen, wie es mit unserem Mädchen Lisa geschah." Die Nachricht, dass sie verschwand, sei aus irgendwelchen Gründen sehr lange verschwiegen worden. Der Anwalt der Familie arbeite auch mit der russischen Botschaft zusammen.

Die Details dieses Falls sind sehr undurchsichtig, deshalb hatte man eigentlich nicht damit gerechnet, dass sich der Außenminister dazu äußert. Dennoch sagte Lawrow: "Es ist absolut klar, dass das Mädchen nicht freiwillig für 30 Stunden verschwand. Hier müssen die Freiheit und Gerechtigkeit herrschen. Ich hoffe sehr, dass die Migrationsprobleme nicht zum Versuch führen, die Realität wegen 'political correctness' und innenpolitischer Zwecke zu beschönigen."

Lawrow wirft Berliner Polizei Vertuschung vor
tagesthemen 22:15 Uhr, 26.01.2016, Andreas Jöhrensm, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Berliner Polizei: "Es gab keine Vergewaltigung"

Die Berliner Polizei hingegen erklärte bereits mehrfach, es sei zu keiner Entführung und auch keiner Vergewaltigung gekommen. Beamte befragten die Schülerin nachdem sie "kurzzeitig" vermisst gemeldet wurde, aber wieder aufgetaucht war. Das Mädchen habe sich dabei in Widersprüche verstrickt, teilte die Polizei mit. Die Beamten gehen davon aus, es habe freiwilligen sexuellen Kontakt gegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber dennoch wegen sexuellen Missbrauchs. Denn auch wenn die 13-Jährige dem Sex zugestimmt oder die Männer über ihr tatsächliches Alter im Unklaren gelassen haben sollte, ist der Sex mit einer Minderjährigen strafbar.

Am Wochenende hatten in vielen Städten in Deutschland russisch-stämmige Menschen gegen die Einwanderung von Flüchtlingen demonstriert. Fast alle dieser Menschen empfangen russisches Fernsehen. Dort sind etwa folgende Aussagen zu hören: "Jeder, der der Willkür der Neuankömmlinge widersteht, wird der Fremdenfeindlichkeit beschuldigt. Das ist in Deutschland ein Schandmal. Wenn man es trägt, schenkt einem niemand Gehör. Sogar, wenn es um ein Kind geht, das geschändet wurde, von denen, über die man nicht sprechen darf." Offenbar schenken viele Zuschauer der russischen Berichterstattung mehr Glauben als den Aussagen der deutschen Polizei.

Propaganda nach Übergriffen in Silvesternacht
nachtmagazin 00:00 Uhr, 26.01.2016, Daniel Bouhs, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: