FBI-Beamte untersuchen den Tatort in Las Vegas | Bildquelle: AFP

Ermittlungen in Las Vegas Suche nach "vollständigen Antworten"

Stand: 04.10.2017 04:46 Uhr

Heute kommt US-Präsident Trump nach Las Vegas. Dort laufen die Ermittlungen nach dem Massaker - auf viele Fragen gibt es noch keine Antwort. Möglicherweise könnte die Lebensgefährtin des Attentäters helfen, die nun von den Philippinen in die USA zurückgekehrt ist.

Zwei Tage nach dem Blutbad bei einem Konzert in Las Vegas ist das Motiv des Todesschützen Stephen Paddock weiter unklar. Die Ermittler machten Fortschritte, hätten aber noch keine "vollständigen Antworten", sagte Bezirkssheriff Joseph Lombardo. Das Motiv sei weiter unklar.

Wie Lombardo weiter bestätigte, laufen Gespräche mit der Freundin des Täters. Diese ist nun von den Philippinen in die USA zurückgekehrt. Lombardo nannte die Frau eine "Person von Interesse". So bezeichnen Ermittler Menschen, von denen sie sich wichtige Informationen versprechen, die aber nicht zwangsläufig als Tatverdächtige eingestuft werden.

Lombardo sagte, er erwarte in den nächsten Stunden "wesentliche Informationen", es blieb aber unklar, ob er sich dabei auf die Freundin bezog.

Trauer und Ermittlungen nach Attentat von Las Vegas
tagesschau 20:00 Uhr, 03.10.2017, Verena Bünten, ARD Washington, zzt. Las Vegas

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Paddocks Lebensgefährtin bald wieder in Las Vegas?

Nach Medienberichten soll sie nach Las Vegas zurückgebracht werden und dort möglicherweise schon am Mittwoch eintreffen. Offiziell bestätigt wurde das aber nicht. Neue Rätsel gibt eine Geldüberweisung Paddocks in Höhe von 100.000 Dollar auf die Philippinen auf. Zunächst war aber nicht bekannt, ob sie kurz vor der Tat erfolgte und an wen das Geld konkret ging. Medien spekulierten, es sei wahrscheinlich für die Freundin bestimmt gewesen.

Der 64-jährige Paddock hatte am Sonntagabend (Ortszeit) von seinem Zimmer im 32. Stock eines Hotels auf Besucher eines Country-Konzerts gefeuert. Er tötete mindestens 58 Menschen, die Zahl der Verletzten korrigierte Lombardo am Dienstag leicht nach unten. Der Schütze tötete sich selbst, als die Polizei sein Hotelzimmer stürmte. Zuvor hatte er dem Sheriff zufolge neun Minuten hintereinander auf die Menschenmenge beim Konzert geschossen. Ein Hotelgast hatte nach ersten Schüssen die Polizei-Notrufzentrale alarmiert.

"Umfassende Vorbereitung"?

Mittlerweile häufen sich die Hinweise darauf, dass Paddock seine Tat "umfassend" vorbereitete, wie es der Sheriff am Dienstag formulierte. So fand die Polizei nach seinen Angaben neben 23 Schusswaffen in seiner Suite im Mandalay Bay Hotel mehrere Kameras vor, einige waren auch außerhalb seines Zimmers aufgebaut. Vermutungen gehen dahin, dass sie ihn beim Eintreffen von Polizisten vorwarnen sollten. Lombardo zufolge werden die Kameras nun von der Bundespolizei FBI untersucht.

Experten gingen auch der Frage nach, ob Paddock einige seiner Waffen mit einer ebenfalls in der Suite vorgefundenen Vorrichtung modifizierte: Sie dient dazu, das Abfeuern von Schüssen zu beschleunigen.

Ermittler untersuchten nach Angaben des Regierungsmitarbeiters Berichte, dass Paddock in den vergangenen Wochen rund 10.000 Dollar pro Tag verspielt habe.

US-Fernsehsender zeigten am Dienstag Aufnahmen aus dem Hotelzimmer, die nach dem Blutbad gemacht wurden. Darauf sind unter anderem Waffen und zahlreiche Hülsen zu sehen. Wie sie zu den Medien gelangten, wurde nicht bekannt. Lombardo nannte den Vorgang "besorgniserregend". Insgesamt stellte die Polizei im Hotelzimmer und in zwei Häusern des Täters in Mesquite und Reno 49 Schusswaffen sicher. Hinzu kommen Tausende Schuss Munition und Sprengstoff - ein gewaltiges Arsenal.

Debatte über Waffenrecht

Vor diesem Hintergrund ist die Debatte um die nach Ansicht von Kritikern viel zu laschen amerikanischen Waffengesetze wieder voll entbrannt. Der Chef der demokratischen Minderheit im Senat, Chuck Schumer, forderte in einer Rede in der Kongresskammer "vernünftige Reformen". Man könne das Böse oder den Wahnsinn nicht von der Erde verbannen, sagte Schumer. "Aber wir müssen tun, was in unserer Macht steht, um unser Land zu einem sichereren Ort zu machen."

US-Präsident Donald Trump erklärte: "Wir werden mit der Zeit über Waffengesetze sprechen." Der Republikaner hatte sich in der Vergangenheit - vor seiner Bewerbung ums Präsidentenamt - für "vernünftige begrenzte" Waffenkontrollmaßnahmen ausgesprochen. Dann schwenkte er aber um, wohl auch mit Blick auf die mächtige Waffenlobby-Organisation NRA.

Trump wird Las Vegas heute besuchen und dabei auch mit Angehörigen der Opfer zusammenkommen.

Debatte über Waffenrecht nach dem Attentat in Las Vegas
Morgenmagazin 05:30 Uhr, 04.10.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Oktober 2017 um 20:00 Uhr. Am 04. Oktober 2017 berichtete das ARD-Morgenmagazin u.a. ab 05:35 Uhr.

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