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10.02.2010

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Wie den Klimawandel bremsen? Hintergründe zum Thema von tagesschau.de [mehr]

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Ausland
G8-Gipfel (Foto: AFP)
G8 berät über Entwicklungshilfe
G8-Gipfel berät über Entwicklungshilfe

Hilfe zur Selbsthilfe soll Hungerkrise eindämmen

Zum Abschluss ihres Treffens im italienischen L'Aquila beraten die G8-Staaten heute mit den Staats- und Regierungschefs von aufstrebenden Schwellenländern und zahlreichen afrikanischen Staaten über die weltweite Hungerkrise. Es wird erwartet, dass die sieben führenden Industrienationen und Russland einen weiteren Schritt unternehmen, um direkte Nahrungsmittelhilfen zurückzufahren zugunsten von langfristigen Investitionen in die Landwirtschaft.

Libyens Staatschef Gaddafi und US-Präsident Obama (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Historische Begegnung: Gaddafi begrüßt US-Präsident Obama. ]
So solle die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern laut dem Entwurf für das Abschlussdokument mit mindestens 15 Milliarden Dollar unterstützt werden. Die USA, Japan und die EU stellen demnach jeweils etwa drei Milliarden Dollar. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Bei den Beratungen sitzt auch erstmals bei einer Konferenz dieser Art der libysche Präsident Muammar al-Gaddafi mit am Tisch, der politisch über Jahrzehnt isoliert war, nun aber derzeit den Vorsitz in der Afrikanischen Union innehat.

Mehr als eine Milliarde unterernährte Menschen

Die Themen Armut und Hunger haben in den letzten Jahren wieder an Brisanz gewonnen: Insbesondere die armen afrikanischen Länder leiden massiv unter der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach Angaben der UNO steigt die Zahl der Unterernährten seit zwei Jahren wieder an und überschreitet in diesem Jahr voraussichtlich erstmals die Milliarden-Schwelle. Damit hat sich ein seit 40 Jahren rückläufiger Trend wieder umgekehrt.

Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen:

Slum in Accra, Ghana (Foto: obs)
Weitere Meldungen Die Wall Street reicht bis nach Afrika Afrika bekommt die Finanzkrise erst mit Verzögerung zu spüren - dafür umso heftiger. [mehr]

Im Bereich der Entwicklungshilfe wollen die G8-Staaten künftig regelmäßig selbst überprüfen, ob sie ihre 2005 im schottischen Gleneagles gemachten Versprechen einhalten. So wurde damals erklärt, die Entwicklungshilfe für Afrika bis 2010 um 25 Milliarden Dollar pro Jahr zu erhöhen. Die G8 bekräftigten zudem ihr Ziel, bis 2015 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen.

Einigung auf Zwei-Grad-Ziel

Gestern hatten sich die G8 und acht große Schwellenländer dafür ausgesprochen, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Auch am langfristigen Ziel, die CO2-Emission bis 2050 zu halbieren, halten die G8 fest. Konkrete Schritte, diese Maßnahmen zu erreichen, wurden aber nicht vereinbart.

Auszug aus der Erklärung der G8-Staaten und Schwellenländer:

"Wir erkennen die wissenschaftliche Erkenntnis an, dass der globale Anstieg der durchschnittlichen Temperatur - im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung - zwei Grad nicht überschreiten darf."
 

US-Präsident Barack Obama erhöhte zumindest den Druck auf die Beteiligten: Bis zum G20-Gipfel im September in den USA sollten die zuständigen G8-Minister konkrete Vorschläge zur Finanzierung des Kampfes gegen den Klimawandel machen. Er stellte den armen Ländern "bedeutende Finanzhilfen" dafür in Aussicht.

Stand: 10.07.2009 09:14 Uhr
 

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