Laptop an Bord eines Flugzeugs | Bildquelle: AP

Handgepäck bei US-Flügen Neue Extrabox für Laptops

Stand: 24.03.2017 17:09 Uhr

Nach den Verbot von Laptops im Handgepäck auf bestimmten Flügen in die USA und nach Großbritannien haben erste Airlines eine Lösung gefunden: Passagiere können die Geräte bis zum Boarding nutzen - danach kommen sie in eine spezielle Box im Gepäckraum.

Fluggäste von Turkish Airlines und Emirates können auf ihren Direktflügen in die USA und Großbritannien ihre Laptops und andere größeren Elektronikgeräte künftig bis kurz vor dem Boarding nutzen. Die Luftfahrtgesellschaften kündigten einen Service an, mit dem die Passagiere auf den betroffenen Flügen die Geräte erst unmittelbar vor dem Einsteigen abgeben müssen, die dann in einer speziellen Box im Gepäckraum transportiert werden. Besonders Geschäftsleute könnten auf diese Weise bis zum "letzten möglichen Augenblick" ihre Geräte nutzen, erklärte ein Sprecher.

Verschärfte Handgepäckregeln

Die Regierungen der USA und Großbritanniens hatten am Dienstag die Vorschrift eingeführt, dass Laptops und Elektronikgeräte größer als ein Smartphone auf bestimmten Flügen nicht mehr im Handgepäck transportiert werden dürfen, sondern im Gepäck aufgegeben werden müssen. Für Flüge in die USA gelten die Einschränkungen für zehn Flughäfen, die mehrheitlich im Nahen Osten und in Nordafrika liegen: Abu Dhabi, Amman, Casablanca, Dubai, Doha, Istanbul, Jeddah, Kairo, Kuwait und Riad. Bei Flügen nach Großbritannien sind Direktflüge aus Ägypten, der Türkei, Jordanien, Saudi Arabien sowie aus Tunesien und dem Libanon betroffen.

Die neuen Sicherheitsregeln stießen auf Kritik in den betroffenen Ländern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte, die Maßnahmen seien überzogen. "Meine Hoffnung ist, dass sie so bald wie möglich von diesem Fehler abkommen", sagte Erdogan.

Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 21. März 2017 um 17:00 und 20:00 Uhr.

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