Das Liederbuch der Burschenschaft Germania, ARD-Sendungsbild

Skandal um Liederbuch FPÖ-Politiker Landbauer tritt zurück

Stand: 01.02.2018 19:14 Uhr

Das Liederbuch einer österreichischen Burschenschaft mit antisemitischen Texten hatte weltweit für Kritik gesorgt: Nun zieht FPÖ-Politiker Landbauer die Konsequenzen - und tritt zurück.

Nach dem Skandal um ein Liederbuch der österreichischen Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt ist der FPÖ-Politiker Udo Landbauer zurückgetreten. Der 31-Jährige war früher Vizepräsident der Burschenschaft. Das Liederbuch, das zuletzt im Jahr 1997 neu aufgelegt worden ist, beinhaltet antisemitische und rassistische Texte - stellenweise wurde der Holocaust verhöhnt.

Landbauer beklagt "Medienhatz"

Am Wochenende hatte Landbauer bei den Landtagswahlen in Niederösterreich als Spitzenkandidat der FPÖ ein Mandat errungen. Dieses sowie alle weiteren politischen Ämter lege er nieder, sagte der Politiker. Weiterhin beklagte er eine "Medienhatz" gegen seine Person: Sein Haus sei belagert worden und er wolle nun seine Familie aus der Schusslinie nehmen.

Skandal um Liedtext und "Akademikerball" in Wien
tagesschau 20:00 Uhr, 26.01.2018, Till Rüger, ARD Wien

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Kurz: Richtige Konsequenz gezogen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der eine rechtskonservative Regierungskoalition mit der FPÖ führt, sagte, Landbauer habe die richtigen Konsequenzen gezogen. Die Ermittlungen in dem Fall würden fortgesetzt. Die FPÖ verteidigte Landbauer: Er sei ein unschuldiges Opfer einer politischen Hetzjagd, hieß es. Die Partei hatte Landbauer in einer künftigen Regionalregierung allerdings bereits zuvor ersetzt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Januar 2018 um 20:00 Uhr.

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