Kushner | Bildquelle: AP

Kushner zur Russland-Affäre "Ich habe keine Absprachen getroffen"

Stand: 25.07.2017 02:52 Uhr

Mehr als zwei Stunden wurde der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Trump im Senat angehört. Danach betonte Kushner, keine Absprachen mit Russland getroffen zu haben. Gespräche mit russischen Vertretern hatte er in einer schriftlichen Erklärung zuvor allerdings eingeräumt.

In der Russland-Affäre hat Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, geheime Absprachen mit Vertretern der russischen Regierung abgestritten. Auch kenne er keine anderen Mitglieder von Trumps Wahlkampfteam, die sich in unstatthafter Weise mit den Russen eingelassen hätten, sagte Kushner in Washington.

Kushner war zuvor mehr als zwei Stunden lang vom Geheimdienstausschuss des Senats hinter verschlossenen Türen angehört worden. Heute soll der 36-Jährige dann noch vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses befragt werden. Die Kongressgremien sowie ein Sonderermittler untersuchen die mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps im US-Wahlkampf und die mögliche Verwicklung von Trump-Mitarbeitern.

Schwiegersohn von Trump sagt vor Kongress aus
tagesschau 12:00 Uhr, 25.07.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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In einer schriftlichen Erklärung hatte Kushner zuvor vier Treffen mit russischen Vertretern eingeräumt. Doch auch in der Erklärung bestritt der Präsidentenberater, dass es geheime Absprachen gegeben habe, um Trump zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl zu verhelfen. Seine Kontakte etwa zum russischen Botschafter Sergej Kisljak beschrieb er als normal - und begrenzt. Keines der Gespräche sei unangemessen gewesen. Er habe mit keiner ausländischen Regierung konspiriert. Auch seine unternehmerischen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft habe er nicht mit russischen Geldern finanziert.

Erste öffentliche Erklärung

Es war die erste öffentliche Erklärung des 36-jährigen Kushner zu seinen Kontakten während des Wahlkampfes und darüber hinaus. Für den US-Präsidenten Trump ist die Rolle seines Schwiegersohnes in der Russland-Affäre heikel, weil damit einer seiner engsten Vertrauten unter Druck steht. Im Weißen Haus agiert Kushner als einflussreicher Mann im Hintergrund, der die Öffentlichkeit meist scheut.

Jared Kushner | Bildquelle: REUTERS
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Mal hören, was die Russen zu sagen haben: Jared Kushner

Kushner bezeichnet Treffen als Zeitverschwendung

Für Aufsehen sorgten kürzlich veröffentlichte E-Mails von Trumps Sohn Donald Jr. Darin reagierte er begeistert auf die Aussicht, von einer russischen Anwältin negative Informationen über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu erhalten. Bei dem Treffen mit der Anwältin war auch Kushner dabei.

Kushner bezeichnete das Treffen in seiner Erklärung als reine "Zeitverschwendung". Sein Schwager Donald Trump jr. habe ihn eingeladen, dem Gespräch mit Natalia Weselnizkaja im Sommer 2016 beizuwohnen. Er sei er spät zu dem Treffen dazugestoßen und habe gehört, wie die Anwältin über Adoptionsangelegenheiten gesprochen habe. Daraufhin habe er seinen Assistenten per Textnachricht gebeten, ihn aus dem Gespräch herauszurufen.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 25. Juli 2017 um 00:10 Uhr.

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