Einsatzkräfte der Polizei vor ihrem Einsatz in Kundus | Bildquelle: REUTERS

Afghanisches Militär bekämpft Taliban Gegenoffensive in Kundus gestartet

Stand: 29.09.2015 08:48 Uhr

Einen Tag nach der Eroberung von Kundus durch die Taliban hat das afghanische Militär eine Gegenoffensive gestartet. Unklar ist allerdings, wie erfolgreich die Soldaten sind. Auch die US-Luftwaffe flog Angriffe.

Das afghanische Militär hat Regierungsangaben zufolge in Kundus eine Gegenoffensive gestartet, um die von den Taliban eroberte Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Regierungstruppen seien am Morgen in die Stadt eingedrungen und hätten das Polizeihauptquartier und das Provinzgefängnis zurückerobert, sagte Polizeisprecher Sajed Sarwar Hussaini. Angaben zu Opfern machte er nicht. Es bleibt offen, wie erfolgreich die Soldaten bei ihrem Einsatz gegen die Taliban sind.

Jürgen Webermann @webermannj
(1/2) #Kunduz - wieder Kontakt zu Aliullah's Onkel. Schlaflose Nacht. "Taliban zerstören Häuser und Plätze." Müssen sich verstecken.

Luftschläge durch USA

Die US-Luftwaffe unterstütze den Militäreinsatz mit Angriffen. Diese hätten eine "Bedrohung der Streitkräfte" beseitigen sollen, sagte ein US-Militärsprecher. Nach Informationen von ARD-Korrespondent Gabor Halasz hat offenbar die afghanische Regierung um Luftunterstützung gebeten, da sie selber nicht dazu in der Lage ist, die Taliban aus der Luft anzugreifen. Zwar sei der offizielle Kampfeinsatz der USA beendet, dennoch beinhalte die Nachfolgemission "Resolute Support" auch die Möglichkeiten, Luftschläge gegen die Islamisten durchzuführen.

Das ehemalige Feldlager der Bundeswehr, das etwas außerhalb der Stadt gelegen ist, dient heute der afghanischen Polizei als Stützpunkt. Möglicherweise hatten die Taliban einen Angriff auf dieses Lager vorbereitet, den die Zentralregierung in Kabul und die USA abwenden wollten.

Gabor Halasz, ARD Neu Dehli, zur Lage in Kundus
tagesschau24 09:30 Uhr, 29.09.2015

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Taliban zerstören Häuser und Plätze

Nach Augenzeugenberichten, die ARD-Korrespondent Jürgen Webermann übermittelte, sollen die Taliban in Kundus bereits begonnen haben, Häuser und Plätze zu zerstören. Die Bewohner der Stadt hätten die Nacht in Verstecken verbracht und hätten nun Sorge, dass sich die Kämpfe zwischen Taliban und Regierungstruppen lange zögen.

Jürgen Webermann @webermannj
(2/2) Von Gegenoffensive hat er noch nichts mitbekommen. Aber andere Augenzeugen schon. Sie haben Angst vor langen Kämpfen. #Kunduz

Zwei Jahre nach dem Abzug der Bundeswehr aus Kundus hatten die radikalislamischen Taliban die Stadt am Montag überrannt. Die Extremisten hatten am Montagmorgen aus mehreren Richtungen mit dem Sturm auf die Stadt begonnen und sie bis zum Abend eingenommen. Nur noch die Gegend um den Flughafen war unter Kontrolle der Regierung.

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