Barack und Michelle Obama nach der Landung in Havanna | Bildquelle: REUTERS

US-Präsident in Kuba Obamas historischer Besuch beginnt

Stand: 20.03.2016 22:01 Uhr

Jahrzehntelang waren die USA und Kuba verfeindet, ein historischer Besuch markiert nun die Wende: Präsident Obama ist in Havanna eingetroffen - es ist die erste Reise eines US-Staatschefs in den sozialistischen Staat seit der Revolution von 1959.

Als erster US-Präsident seit der kubanischen Revolution von 1959 ist Barack Obama im sozialistischen Kuba eingetroffen. Obama landete um 16.18 Uhr Ortszeit (21:18 Uhr MEZ) in Havanna. Mit an Bord der Air Force One waren Obamas Frau Michelle und seine zwei Töchter.

Der dreitägige Aufenthalt Obamas ist der bisherige Höhepunkt des Annäherungskurses zwischen den einst verfeindeten Staaten. Von zentraler Bedeutung ist das Gespräch mit Staatschef Raúl Castro am Montag.

President Obama @POTUS
¿Que bolá Cuba? Just touched down here, looking forward to meeting and hearing directly from the Cuban people.

Kuba fordert als nächsten Schritt eine vollständige Aufhebung des Handelsembargos und eine Rückgabe des seit 1903 unter US-Kontrolle stehenden Stützpunktes Guantanamo. Vor Obama war überhaupt erst ein US-Präsident in Kuba, 1928 Calvin Coolidge.

Es wird damit gerechnet, dass Obama auch die schwierige Menschenrechtslage in dem Land ansprechen wird. Hunderte Dissidenten wurden im Vorfeld des Besuchs kurzzeitig festgenommen.

US-Präsident Barack Obama und Kubas Außenminister Bruno Rodriguez | Bildquelle: REUTERS
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Regnerisches Wetter, aber freundlicher Empfang: US-Präsident Barack Obama wird auf dem Flughafen Havanna von Kubas Außenminister Bruno Rodriguez abgeholt.

Vorsichtige Öffnungspolitik Castros

Castro verfolgt eine vorsichtige Öffnungspolitik für mehr ausländische Investitionen. Zugleich will er aber die sozialistische Politik fortsetzen, insbesondere was die als gut geltende Medizinversorgung und das häufig gelobte Bildungssystem betrifft. Die USA setzen darauf, dass durch die Annäherung der Druck für politische Reformen steigt.

Ein Treffen Obamas mit Rauls Bruder und Revolutionsführer Fidel ist nicht geplant. Fidel befeuerte jahrzehntelang die Feindschaft zu den USA, die Sowjetunion wurde zum wichtigsten Verbündeten - die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf der Insel brachte die Welt 1962 an den Rand des Atomkriegs. 

Obama will auch mit Unternehmern über die Investitionsbedingungen sprechen. Ende 2014 hatten Obama und Raúl Castro eine Annäherung vereinbart, die diplomatischen Beziehungen wurden 2015 wieder vollständig aufgenommen, das US-Handelsembargo gelockert, etwa im Finanzbereich und für direkte Fährverbindungen. Seit kurzem gibt es wieder eine direkte Postverbindung, zuvor wurden Briefe und Pakete über Drittländer in das andere Land geschickt.

Obama in Kuba
tagesschau 20:00 Uhr, 20.03.2016, Peter Sonnenberg, ARD zzt. Havanna

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