Die Urne mit der Asche Fidel Castros | Bildquelle: dpa

Trauerfeier für Fidel Castro Der "Maximo Lider" ist beigesetzt

Stand: 04.12.2016 15:23 Uhr

Kuba hat sich mit einem letzten Gruß von seinem langjährigen Staatschef Fidel Castro verabschiedet. Die Urne des Verstorbenen wurde in Santiago de Cuba im Südosten der Insel beigesetzt. Damit endeten neun Tage Staatstrauer nach dem Tod des "Maximo Lider".

Die Asche des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ist nach einer Reise von rund 1000 Kilometern über die ganze Karibikinsel in Santiago de Cuba beigesetzt worden. Die Urnenbestattung fand auf dem Friedhof Santa Ifigenia im kleinen Kreis statt. Mit der Beisetzung endeten neun Tage Staatstrauer nach dem Tod des langjährigen Staatschefs, der am 25. November im Alter von 90 Jahren gestorben war. Am Eingang des Friedhofs standen tausende Menschen. Viele riefen "Es lebe Fidel", als der Geländewagen mit der Urne eintraf.

Beisetzung Fidel Castros unter Ausschluss der Öffentlichkeit
tagesschau 20:00 Uhr, 04.12.2016, Joana Jäschke, SWR, zzt. Santiago de Cuba

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Zehntausende kamen zu Abschlusszeremonie

Zehntausende Menschen nahmen zudem an einer Abschlusszeremonie der neuntägigen Staatstrauer teil. Auf dem Platz Antonio Maceo schwenkten sie bei einer Massenkundgebung kubanische Flaggen und skandierten "Ich bin Fidel, ich bin Fidel". Auch wenn sie diesmal nicht das Wort ergriffen, kamen die engsten Verbündeten Kubas wie der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der bolivianische Staatschef Evo Morales und der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega nach der offiziellen Trauerfeier am Dienstag in Havanna auch wieder nach Santiago de Cuba. Die brasilianischen Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff sowie die Fußballlegende Diego Maradona erwiesen Castro ebenfalls die letzte Ehre.

Santiago de Cuba gilt als Wiege der Revolution von 1959. Dort hatten Fidel Castro und seine Gefährten 1953 mit dem Angriff auf die Moncada-Kaserne den ersten Anlauf zum Sturz des Diktators Fulgencio Batista unternommen.

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Abschied von Fidel Castro

Staatstrauer um Fidel Castro

Nach dem Tod des Revolutionsführers Fidel Castro am 25. November nehmen die Kubaner Abschied. Eine Woche lang herrscht Staatstrauer in Kuba. Zum Auftakt mehrtägiger Trauerfeierlichkeiten zogen die Menschen zur Gedenkstätte für den Nationalhelden José Martí in Havanna, um Castro dort die letzte Ehre zu erweisen. | Bildquelle: dpa

Personenkult um Castro soll es nicht geben

Staatschef Raúl Castro versprach, das Erbe seines Bruders fortzuführen. "Wir schwören, das Vaterland und den Sozialismus zu verteidigen." Es sollen in Kuba jedoch keine Denkmäler an den Verstorbenen erinnern. Er habe explizit angeordnet, dass weder Monumente für ihn gebaut noch Straßen oder Institutionen nach ihm benannt werden sollen, sagte Raúl Castro. "Der Revolutionsführer hat jeden Personenkult abgelehnt und war darin bis in seine letzte Lebensstunde konsequent." Kubas Parlament werde sich bei seiner nächsten Sitzung um ein entsprechendes Gesetz kümmern, damit Fidel Castros "letzter Wunsch erfüllt wird", versprach der Staatschef.

Tatsächlich wurde Castro bereits zu Lebenszeiten in Kuba verehrt. In den Schulen werden seine Ideen gelehrt, viele seiner Sprüche gehören in Kuba zum Allgemeingut. In zahlreichen öffentlichen Gebäuden hängen Fotos von ihm.

Verehrt und gehasst

Der frühere Präsident war am 25. November im Alter von 90 Jahren gestorben. 47 Jahre lang hatte er Kuba regiert. Dabei war er äußerst umstritten. Für die einen war er ein Held, der Kuba befreit und viel sozialen Fortschritt gebracht hat. Für die anderen ein brutaler Gewaltherrscher, der Andersdenkende unterdrückte und den Kubanern ihre demokratischen Grundrechte verweigerte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Dezember 2016 um 17:20 Uhr.

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