Ein Trump-Anhänger schreit einen Mann an. | Bildquelle: dpa

Landesweite Ausschreitungen Krawalle bei Pro-Trump-Demos

Stand: 05.03.2017 07:56 Uhr

Gleich bei mehreren Demos von Anhängern des US-Präsidenten Trump ist es zu Krawallen gekommen. Die Polizei nahm bei Zusammenstößen mit Trump-Gegnern mehrere Menschen fest. Die Fälle zeigen: Beide Lager stehen sich zunehmend feindselig gegenüber.

Bei landesweiten Kundgebungen für die Politik des US-Präsidenten, sogenannten "March 4 Trump"-Veranstaltungen, ist es zu Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern von Donald Trump gekommen. Bei einer Demonstration in der Nähe der Universität Berkeley in Kalifornien gab es sieben Verletzte, die Polizei nahm zehn Menschen fest.

Ihnen werde unter anderem Körperverletzung und der Angriff mit tödlichen Waffen vorgeworfen. Die Beamten hätten ein Messer, Metallrohre und Schlagstöcke sichergestellt. Videoaufnahmen zeigen Menschen mit Schutzbrillen, Motorradhelmen und Gasmasken, die sich gegenseitig schubsen und schlagen. Zudem ist zu sehen, wie Rauchbomben in die Gruppe geworfen wurden und mindestens eine Person Pfefferspray einsetzte.

Auch in Tennessee und Washington nahm die Polizei Menschen in Gewahrsam. In der Hauptstadt wurden bei einer Veranstaltung nach Medienberichten vier Menschen festgenommen. Die Behörden gaben nicht bekannt, aus welchem politischen Lager sie stammten. Ein Polizist habe sich ins Krankenhaus begeben, nachdem ein Demonstrant ihn mit einer unbekannten Substanz beworfen habe.

Ein Verletzter bei einer Pro-Trump-Demo | Bildquelle: dpa
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Mehrere Menschen wurden bei den Krawallen verletzt, so wie dieser Trump-Anhänger.

Feuerwerk und Schlägereien

Am Regierungssitz von Tennessee in Nashville wurden zwei Menschen in Gewahrsam genommen, nachdem sie mit Trump-Unterstützern aneinandergeraten waren. In Minnesota wurden sechs Menschen festgenommen, weil sie am Regierungssitz in der Hauptstadt Saint Paul Feuerwerke zündeten und danach versuchten, zu fliehen. Laut Polizei gab es außerdem Raufereien.

In Mar-a-Lago, der Wochenend-Residenz von Präsident Trump in Florida, beschimpften sich der "Palm Beach Post" zufolge Befürworter und Gegner Trumps gegenseitig. Am Trump Tower in New York riefen mehrere Hundert Demonstrierende "U-S-A" und hielten Schilder mit Botschaften wie "Ja, er ist unser Präsident" hoch. Andere schwenkten Plakate mit Aussagen wie "Die Kläglichen für Trump". Hintergrund ist der Ausdruck, den Trumps Rivalin Hillary Clinton im Wahlkampf benutzt hatte, um dessen Anhängerschaft zu beschreiben. Sie bezeichnete sie als "basket of deplorables", einen Korb der Kläglichen.

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