Eine Taucherin am Great Barrier Reef. | Bildquelle: AFP

Befund von US-Forschern Das Ende der Korallenbleiche?

Stand: 20.06.2017 09:05 Uhr

Weiße Korallenstöcke statt farbenprächtige Unterwasserwelten - so sehen derzeit manche Riffe aus. Wegen des zu warmen Wassers sind in den vergangenen drei Jahren viele Korallen abgestorben. Hoffnung machen nun jedoch US-Forscher.

Das weltweite Korallensterben ist nach Ansicht von US-Forschern vorerst beendet. Wie die zuständige Behörde NOAA mitteilte, sei die seit drei Jahren grassierende Korallenbleiche abgeflaut. Die Wissenschaftler hatten für ihre Untersuchung Satellitenbilder und Modellrechnungen ausgewertet.

Der NOAA-Koordinator zur Beobachtung der Riffe, Mark Eakin, sagte, die Korallen litten unter der Wassererwärmung durch den Klimawandel. Verschärft worden sei die Lage zuletzt durch das Wetterphänomen El Nino, bei dem sich die Ozeane erwärmen.

Laut Eakin ist die Lage in der Karibik und im Pazifik weiter gravierend - weniger allerdings als in den vergangenen Jahren. Die vergangenen drei Jahre bezeichnete er als die "längste und wahrscheinlich schlimmste" Periode seit der Aufzeichnung. Rund drei Viertel aller empfindlichen Riffe in den Weltmeeren wurden laut NOAA durch zu warmes Wasser beschädigt oder zerstört.

NOAA Coral Program @NOAACoral
Good news for #Corals! After 3 years the global #coralbleaching event is likely over, scientists say. Details: https://t.co/HVwAItsofm https://t.co/9ijBjGmTzq

Schäden an vielen Riffen

Am Great Barrier Reef in Australien - mit 2300 Kilometern eines der größten Riffe der Welt - sind inzwischen viele Kilometer weit weiße Korallenstöcke zu sehen. "Geschätzte 29 Prozent der Korallen in seichtem Wasser im Great Barrier Reef Marine Park sind 2016 an Korallenbleiche gestorben", sagte ein Sprecher des Naturparks.

Laut dem Chef der für das Great Barrier Reef zuständigen Marineparkbehörde starben die Korallen, nachdem sie über Monate in warmem Wasser gewesen seien. "Das hat Hitzestress erzeugt, mit dem sie nicht länger fertig geworden sind". Schäden weisen aber auch Riffe vor den Malediven und der US-Küste auf.

Gestörte Symbiose

Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Bei hohen Temperaturen werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe. Studien zufolge dauert es mindestens fünf Jahre, bis sich ein Riff von einer Bleiche erholt.

Webvideo - Korallenriff in Gefahr

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Über dieses Thema berichteten am 12. April 2017 ARD-alpha um 16:30 Uhr in "nano - Die Welt von morgen" und Bayern 2 um 18:05 in "IQ - Wissenschaft und Forschung".

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