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[Bildunterschrift: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist vor allem besorgt über die Übergriffe gegen Zivilpersonen im Kongo. ]
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat einen sofortigen Waffenstillstand im Kongo und die Aufstockung der internationalen Friedenstruppen in dem afrikanischen Land gefordert. Rund 3.000 weitere Soldaten seien nötig, erklärte erin New York. Er sei "sehr besorgt" über Berichte von gezielten Übergriffen gegen Zivilpersonen im Ostkongo, sagte der UN-Generalsekretär.
Die Übergriffe von kongolesischen Regierungssoldaten ereigneten sich nach Angaben der UN-Friedenstruppen im Kongo (MONUC) nördlich von Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. In mehreren Dörfern seien Frauen vergewaltigt und Häuser gebrandschatzt worden, sagte MONUC-Sprecher Jean-Paul Dietrich.
[Bildunterschrift: Bisher sind 17.000 Soldaten im Kongo stationiert - die größte UN-Truppe weltweit. ]
Ban erklärte, nur bei einem sofortigen Waffenstillstand könnten Hilfsorganisationen die mindestens 100.000 Flüchtlinge nördlich von Goma unterstützen. Wegen der anhaltenden Kämpfe hätten diese Menschen bislang so gut wie keine Hilfe erhalten, und ihre Lage sei "zunehmend verzweifelt" geworden.
Die Hilfsorganisation Human Rights Watch hatte den UN-Sicherheitsrat ebenfalls aufgefordert, die bislang 17.000 Mann starke UN-Truppe um weitere 3.000 Soldaten und Polizisten aufzustocken. Der Einsatz im Kongo ist schon jetzt der weltweit größte der Vereinten Nationen. Die Soldaten haben es aber bislang trotzdem nicht geschafft, Kämpfe zu verhindern.
Inzwischen hat Angola die Entsendung von Truppen in den Kongo angekündigt. Wie viele Soldaten stationiert werden sollen und wie ihr Einsatz aussehen wird, sagte der stellvertretende Außenminister Georges Chicoty nicht. Die Rebellen des abtrünnigen Generals Laurent Nkunda haben angekündigt, alle afrikanischen Truppen zu bekämpfen, die die kongolesischen Streitkräfte unterstützen. Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) hatte auf einem Gipfeltreffen über die Entsendung von Soldaten zur Unterstützung der Regierungstruppen im Kongo beraten.
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