Kongo | Bildquelle: dpa

UNICEF zur Lage im Kongo 400.000 Kindern droht der Hungertod

Stand: 11.05.2018 03:26 Uhr

400.000 Kinder im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo benötigen sofort Nahrungsmittel. Dies teilte UNICEF in einem aktuellen Bericht mit. Den Kindern drohe der Hungertod. Weitere 370.000 seien unterernährt.

Mehr als 770.000 Kinder in der Kasaï-Region im zentralafrikanischen Kongo sind einem UNICEF-Bericht zufolge unterernährt und benötigen humanitäre Hilfe. 400.000 von ihnen seien stark unterernährt und müssten rasch behandelt werden, heißt es in einem neuen Bericht des UN-Kinderhilfswerks. Ihnen droht demnach der Hungertod. Betroffen sei jedes zehnte Kind unter fünf Jahren. UNICEF könne die Krise lösen, brauche dafür aber mehr Mittel, sagte Gianfranco Rotigliano, UNICEF-Vertreter im Kongo.

UNICEF legt Bericht über Hungersnot in der DR Kongo vor
tagesschau 12:00 Uhr, 11.05.2018, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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In Kasaï sind laut UNICEF 3,8 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, darunter 2,3 Millionen Kinder. In Gegenden nachlassender Kämpfe kehren die Menschen teils in ihre Dörfer zurück, wo sie mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden können. Das Kinderhilfswerk versorgte in Kasaï bereits Zehntausende stark unterernährte Kinder, stellte Wasser zur Verfügung, impfte zwei Millionen Kinder gegen Masern und half bei Bildungsangeboten.

Weniger Zusagen auf UN-Geberkonferenz

Eine Geberkonferenz, die die UN Mitte April in Genf zusammengerufen hatte, brachte deutlich weniger Zusagen als erhofft. Der Hilfsaufruf von UN und Hilfsorganisationen ist derzeit nur zu 14 Prozent finanziert. In der Kasaï-Region bekämpfen sich verschiedene Milizen und staatliche Sicherheitskräfte seit 2016. Hunderttausende Bewohner sind vor den Kämpfen auf der Flucht. Der Hunger ist auch deshalb so groß, weil die Vertriebenen ihre Felder nicht bestellen können.

Kongo - Hungersnot | Bildquelle: dpa
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Hunderttausende sind in der Demokratischen Republik Kongo auf der Flucht.

Obwohl der Kongo mit einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit ringt, fließen hierhin nach UN-Angaben weniger Hilfsgelder als in andere Regionen. 750.000 Kongolesen sind den Vereinten Nationen zufolge geflüchtet, zugleich halten sich rund 500.000 Flüchtlinge aus Nachbarländern im Kongo auf.

Über dieses Thema berichtete am 11. Mai 2018 die tagesschau um 04:42 Uhr und Deutschlandfunk um 06:00 Uhr.

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