Erdrutsch in der kolumbianischen Stadt Manizales | Bildquelle: AP

Heftiger Regen in Kolumbien Tote nach Schlammlawinen

Stand: 20.04.2017 03:23 Uhr

Heftige Regenfälle haben in Kolumbien erneut zu Erdrutschen geführt. Mindestens 16 Menschen starben. Innerhalb von Stunden war so viel Regen gefallen wie sonst in einem Monat. Präsident Santos reiste in die Region.

Neue Erdrutsche in Kolumbien haben im größten Kaffeeanbaugebiet des Landes viele Opfer gefordert. In der Stadt Manizales im Westen des Landes starben mindestens 16 Menschen. Zwei Dutzend Menschen seien zudem verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Innerhalb von fünf Stunden war am Morgen so viel Regen über die Region hereingebrochen wie sonst in einem gesamten Monat. Es kam insgesamt zu 40 bis 50 Erdrutschen, die Häuser zerstörten und mehrere Straßen unpassierbar machten. Unter den Toten waren den Behörden zufolge auch ein Polizist und mindestens drei Kinder. Retter suchen nach Überlebenden. Wegen des anhaltend schlechten Wetters wird ihre Arbeit erschwert.

Präsident Santos rechnet mit weiteren Opfern

Präsident Juan Manuel Santos versuchte, in die Region zu gelangen, musste wegen des schlechten Wetters jedoch im 200 Kilometer entfernten Medellín landen. Die Bewohner seien noch immer einem hohen Risiko ausgesetzt, sagte er in einer Liveübertragung. "Es hat in Manizales geregnet wie es noch nicht geregnet hat", sagte er. Er rechne mit steigenden Opferzahlen.

Vor rund drei Wochen waren in der weiter südlich gelegenen Stadt Mocoa ebenfalls nach Überschwemmungen und einer Schlammlawine mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

moma-reporter: Kolumbien nach den Schlammlawinen
ARD-Morgenmagazin, 19.04.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko-City

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. April 2017 um 5:06 Uhr.

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