Blick auf eine Brücke zwischen Villavicencio und Bogota in Kolumbien, die eingestürzt ist. | Bildquelle: AFP

Kolumbien Zehn Tote bei Brückeneinsturz

Stand: 16.01.2018 11:58 Uhr

Die Chirajara-Brücke in Kolumbien überspannte ein Tal südlich von Bogota. In wenigen Wochen sollte sie eröffnet werden. Doch nun stürzte ein 280 Meter langes Stück in die Tiefe. Dabei wurden mindestens zehn Menschen getötet.

Beim Einsturz einer im Bau befindlichen Brücke sind in Kolumbien mindestens zehn Menschen getötet worden. Weitere acht Arbeiter seien bei dem Unglück am Montag 65 Kilometer südlich der Hauptstadt Bogota verletzt worden, teilte der kolumbianische Katastrophenschutz mit. Aus noch unbekannten Gründen stürzte ein rund 280 Meter langes Stück in die Tiefe.

Bei den Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um Schweißer, die am unteren Teil des Bauwerks nahe Guayabetal gearbeitet hatten. Ein Dutzend weiterer Arbeiter machte zum Zeitpunkt des Unglücks gerade Pause. Zwei Arbeiter gelten noch als vermisst.

Blick auf eine Brücke zwischen Villavicencio und Bogota in Kolumbien, die eingestürzt ist. | Bildquelle: REUTERS
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Die Chirajara-Brücke befindet sich südöstlich der Hauptstadt Bogota und sollte im März eröffnet werden.

Eröffnung war für März geplant

Zivilschutz-Chef Jorge Díaz sagte dem Sender Blu Radio, die Brücke sei "von einem Moment zum anderen" eingestürzt und habe die Arbeiter unter sich begraben.

Die an Stahlseilen befestigte Autobrücke überspannte über eine Gesamtlänge von 446 Metern ein Tal. Die Chirajara-Brücke sollte im März eröffnet werden und Bogota schneller mit Villavicenio verbinden. Laut Verkehrsminister Germán Cardona "fehlten nur noch 20 Meter, bis die Brücke endgültig fertig war".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. Januar 2018 um 08:00 Uhr.

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