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Altbundespräsident berät Vereinte Nationen
Ban beruft Köhler in UN-Gremium
Der frühere Bundespräsident Horst Köhler wird künftig für die Vereinten Nationen tätig sein. Der 69-Jährige wurde von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Mitglied eines Beratungsgremiums ernannt, das neue weltweite Entwicklungsziele ausarbeiten soll. Es besteht aus 27 Politikern und Fachleuten.
Die neue Arbeitsgruppe wurde beim Weltumweltgipfel im Juni in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Zu den Zielen soll auch der Schutz der Ressourcen und die Umwandlung der Weltwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit gehören. Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe sind die Königin Rania von Jordanien, der frühere japanische Regierungschef Naoto Kan, mehrere Außen- und Finanzminister, Entwicklungsexperten sowie die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakel Karman.
Rückkehr auf internationale Bühne
Mehr als zwei Jahre nach seinem Rücktritt im Mai 2010 kehrt Köhler damit auf einen internationalen Posten zurück. Im Jahr 2010 hieß es, er werde in einem informellen Expertengremium an Konzepten zur Reform des Weltwährungssystems mitarbeiten.
Bereits als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) und dann als Bundespräsident hatte er sich für die Entwicklungsländer stark gemacht, insbesondere für Afrika. Die Bundesregierung begrüßte die Ernennung.
Die Expertengruppe wird vom britischen Regierungschef David Cameron, dem indonesischen Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono und Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf geleitet. Laut UN-Generalsekretär Ban soll das Gremium binnen einen Jahres „wagemutige“ neue Ziele für die Entwicklung der Erde vorschlagen. Diese sollen über die Zeit nach 2015 hinausgehen.
Altbundespräsident Köhler in UN-Expertengremium für Entwicklung berufen
G. Schwarte, ARD Berlin
01.08.2012 13:40 Uhr
Millenniums-Ziele sollen überarbeitet werden
Die Empfehlungen sollen die im Jahr 2000 verkündeten Millenniums-Ziele ablösen. Diese sehen unter anderem bis 2015 eine Halbierung der Zahl der Hungernden und der Armen, eine Absenkung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel und einen Stopp der Ausbreitung von Aids vor. Die bisherigen Vorgaben werden voraussichtlich nicht erreicht.
Stand: 01.08.2012 11:19 Uhr
