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09.02.2012

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UN-Klimachef de Boer verteidigt fehlerhaften Bericht
Nach Mängeln in Studie zur Gletscherschmelze im Himalaya

UN-Klimachef verteidigt fehlerhaften Bericht

Rajendra Pachauri vom IPCC spricht zu den Delegierten. (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Weltklimakonferenz in Kopenhagen: Legten die UN fehlerhafte Berichte vor? (Archiv) ]
UN-Klimachef Yvo de Boer hat Fehler in einem Bericht zum Abschmelzen der Gletscher im Himalaya eingeräumt. Diese sollten aber nicht von den Ergebnissen der Studie des Weltklimarats (IPCC) ablenken. Der internationale Konsens über die globale Erwärmung werde nicht infrage gestellt, so de Boer. Die zugrundeliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse seien "robust" und der der Bericht helfe den Ländern im Kampf gegen den Klimawandel.

Das IPCC hatte Mitte Januar einräumen müssen, dass seine eigene Warnung vor einem rapiden Abschmelzen der Gletscher keine ausreichende wissenschaftliche Basis hatte. Die 2007 veröffentlichte Prognose habe auf nur mangelhaft belegten Schätzungen beruht.

IPCC forschte nicht selbst

In der kritisierten Passage des Weltklimaberichts hatte es geheißen, dass die Himalaya-Gletscher bis 2035 höchstwahrscheinlich vollständig verschwunden sein werden. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Sunday Times" hatte ein indischer Wissenschaftler das Jahr 2035 in einem Interview aufgebracht. Dies sei später durch die Umweltschutzorganisation WWF und schließlich vom Weltklimarat für seinen Bericht übernommen worden.

Kabinett von Nepal tagt am Himalaya (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Himalaya-Gletscher in Nepal. ]
De Boer bestätigte, dass der IPCC nicht selbst geforscht habe. Gleichzeitig stellte er sich hinter den Vorsitzenden des Gremiums, Rajendra Pachauri: "Hohe Bäume bekommen viel Wind ab", so de Boer, "und Dr. Pachauri ist ein hoher Baum". Pachauri war wegen des fehlerhaften Berichts in die Kritik geraten. Einen Rücktritt schloss er jedoch aus.

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Stand: 04.02.2010 17:53 Uhr
 

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