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10.02.2010

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UN-Klimakonferenz: Vorbereitungstreffen verläuft ergebnislos
Kein Fortschritt bei Vorbereitung der UN-Klimakonferenz

Weltklimavertrag auf der Kippe?

Im Dezember soll in Kopenhagen ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden. Doch ob das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls wirklich zustande kommt ist fraglich. Beim vorletzten Vorbereitungstreffen in Bangkok sind sich Industriestaaten und Entwicklungsländer nicht näher gekommen.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Südostasien

Die Verabschiedung eines neuen Weltklimavertrages bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ist nach Einschätzung von Klimaschützern ungewiss. Bei ihrem Vorbereitungstreffen in Bangkok sind sich Industriestaaten und Entwicklungsländer kaum näher gekommen: Die Klimagespräche sind ohne konkrete Fortschritte bei der Reduzierung von CO2-Emissionen in den Industriestaaten und bei Finanzierungshilfen für die Entwicklungsländer im Kampf gegen die globale Erwärmung zuende gegangen.

Yvo de Boer (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Alle Voraussetzungen für einen Erfolg seien da, sagt der Vorsitzende des UN-Klimasekretariats, de Boer. ]
Der Vorsitzende des UN-Klimasekretariats Yvo de Boer sagte in Bangkok, das Misstrauen zwischen den reichen und den armen Ländern habe sich verstärkt. Es gebe aber noch Hoffnung auf einen Erfolg von Kopenhagen: "Alle Voraussetzungen für einen Erfolg liegen auf dem Tisch. Wir müssen nun von Einzelinteressen zurücktreten und das gemeinsame Interesse ins Auge fassen."

Nur Norwegen mit neuen Zielen

Zwei Wochen lang hatten mehr als 1500 Beamte und Klimaschutz-Experten an der Verhandlungsgrundlage für die UN-Klimakonferenz im Dezember gearbeitet. Einer der Knackpunkte der Gespräche in Bangkok war die Weigerung der Industriestaaten, sich auf konkrete Ziele für die Reduktion der CO2-Emissionen zu verpflichten.

Nur Norwegen hatte ein neues Reduktionsziel angekündigt. Es will seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent reduzieren. Bislang hatte sich die Regierung in Oslo zu 30 Prozent verpflichtet. Die anderen Staaten, allen voran die USA, als einer der größten Luftverschmutzer weltweit, hielten sich zurück. Michael Zammit, der Leiter der UN-Verhandlungsgruppe zeigte sich dennoch zufrieden: "Wir sind in einigen Diskussionen voran gekommen, in mehreren Bereichen. Beim Technologie-Transfer beispielsweise, bei der Finanzierung, zwar nicht in konkreten Zahlen, aber in Bezug auf das Finanzierungsmodell. Wir haben den Text auf eine bessere Länge für die Verhandlungen gekürzt."

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USA warten auf Entscheidung des Senats

Die Kritik der Entwicklungsländer richtete sich vor allem an die USA und die Europäische Union, die in Bangkok versucht hatten, das Kyoto-Protokoll als Verhandlungsgrundlage für ein neues Abkommen auszuhebeln. Die USA haben als einziges Industrieland das in 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet. Die US-Regierung will vor einem konkreten Beitrag zum neuen Weltklimavertrag erst die Entscheidung des US-Senats abwarten. Die wird jedoch nicht mehr vor der Konferenz in Kopenhagen erwartet.

"Es ist sehr schwer für die US-Regierung, sich auf konkrete Zahlen festzulegen, bevor der Kongress entschieden hat. Das bedeutet aber nicht, dass eine Einigung nicht möglich ist und dass wir keine konkreten Zahlen vom Kongress bekommen werden. Die Frage, wie viel wir reduzieren können, ist also offen und kann im Moment noch nicht beantwortet werden", sagt Jonathan Pershing, der Leiter der US-Delegation 

Vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ist noch ein weiteres Vorbereitungstreffen in Barcelona geplant. Ob es da den erwarteten Durchbruch geben wird, ist aber ungewiss.

Stand: 10.10.2009 10:04 Uhr
 

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