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Vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen hat China erstmals eigene konkrete Ziele angekündigt, um den Anstieg seiner Kohlendioxid-Emissionen zumindest abzubremsen. Danach soll der Ausstoß der Treibhausgase künftig nicht mehr ähnlich stark zulegen wie das Wirtschaftswachstum. Dieses wächst derzeit um acht Prozent.
Die Treibhausgase, die für jeden Yuan Wirtschaftsleistung ausgestoßen werden, sollen bis 2020 um 40 bis 45 Prozent gegenüber dem Stand von 2005 verringert werden, kündigte der Staatsrat in Peking an. Außerdem will Chinas Regierungschef Wen Jiabao an dem Gipfel in Kopenhagen persönlich teilnehmen.
[Bildunterschrift: Eisenhüttenwerk in der Provinz Shanxi: China ist der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen. ]
Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtete, handele es sich um eine "freiwillige Maßnahme", zu der sich die chinesische Regierung entschlossen habe. Außerdem sei es ein Beitrag zu den weltweiten Bemühungen im Klimaschutz. Die Volksrepublik ist heute der größte Produzent von Treibhausgasen weltweit.
Doch mit der wachsenden Wirtschaft wird Chinas Ausstoß von Treibhausgasen vorerst weiter ansteigen. Experten gehen davon aus, dass die chinesischen Emissionen auch mit entschiedenen Maßnahmen zum Klimaschutz erst zwischen 2030 und 2040 ihren Höchststand erreichen werden.
Ende September hatte Präsident Hu Jintao erstmals einen bedeutenden Beitrag seines Landes zur Reduktion von Treibhausgasen angekündigt und dabei die Formulierung gebraucht, dass China bis 2020 die Emissionen "pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts" senken wolle. Peking will seine Verminderung des Schadstoffausstoßes aus Sorge um sein Wirtschaftswachstum nicht in absoluten Zahlen bemessen.
Der Weltklimagipfel in Kopenhagen soll die Grundlagen für ein Nachfolgeabkommen von Kyoto liefern, das 2012 ausläuft. US-Präsident Obama hatte gestern angekündigt, zum Gipfel nach Kopenhagen zu kommen. Die USA wollen den CO2-Ausstoß bis 2020 um 17 Prozent gegenüber 2005 senken.
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