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Nach dem Tod von Kim Jong Il
Kim Jong Un wird "Oberster Kommandeur"
Zwei Wochen nach dem Tod des Diktators Kim Jong Il verdichten sich in Nordkorea die Anzeichen dafür, dass sein Sohn Kim Jong Un schnell die Nachfolge antreten soll. Der noch nicht 30-Jährige wurde vom Politbüro zum Oberkommandierenden der Streitkräfte ernannt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde damit einem Testament entsprochen, das Kim Jong Il am 8. Oktober verfasst haben soll.
Damit kontrolliert der junge Kim künftig die 1,2 Millionen Soldaten umfassenden Streitkräfte Nordkoreas. Nach dem Tod Kim Jong Ils hatten Medienberichte den Schluss zugelassen, dass Kim Jong Un bereits die Führung über die Streitkräfte des Landes übernommen hatte. Nun ist die Übernahme des Postens offiziell bestätigt worden.
Die Rolle der Armee in Nordkorea
Die Armee spielt eine äußerst wichtige Rolle in Nordkorea, das sich mit Südkorea seit dem Koreakrieg (1950-1953) noch immer im Kriegszustand befindet. Kim Jong Il entwickelte in den 90er Jahren die sogenannte Songun-Doktrin, was übersetzt "Die Armee zuerst" bedeutet.
Die Ideologie diente laut der Führung dazu, sich gegen die Probleme nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zu stemmen und so das Überleben des Staates zu sichern. Das Land investiert bis heute Unsummen in seine Verteidigung, während weite Teile vor allem der ländlichen Bevölkerung Hunger leiden. Nach Angaben der UNO benötigt ein Viertel der Nordkoreaner dringend Nahrungsmittelhilfen. Die nordkoreanische Armee ist die viertgrößte der Welt.
Stand: 31.12.2011 00:37 Uhr
