Das Kepler-Teleskop der NASA im Weltall (Grafik). | Bildquelle: Reuters

Weltraumteleskop defekt NASA gibt "Kepler" auf

Stand: 16.08.2013 01:50 Uhr

Nach viereinhalb Jahren im All muss das Weltraumteleskop "Kepler" seine Suche nach erdähnlichen Planeten aufgeben. Ein technischer Defekt könne nicht mehr behoben werden und die Mission werde deshalb eingestellt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Auch nach monatelangen Tests waren zwei der vier sogenannten Reaktionsräder nicht mehr in Gang zu bringen, die das Teleskop in Position halten sollten. "Kepler" war im März 2009 auf die Suche nach einer "zweiten Erde" gestartet und hatte seitdem bereits mehr als 3500 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt. Das Programm kostete insgesamt etwa 450 Millionen Euro.

Galaxie "bis zum Rand voll" mit erdähnlichen Planeten

"Zu Beginn unserer Mission wusste niemand, ob Planeten von der Größe der Erde in unserer Galaxie häufig oder selten sind", sagte der leitende Wissenschaftler William Borucki. Das Teleskop habe gezeigt, dass die Galaxie davon "bis zum Rand voll" sei. Unter den vielen erdähnlichen Planeten, die "Kepler" entdeckt hatte, seien aber nur wenige ihren Sternen nah genug, um Leben zu beheimaten.

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