John Kelly | Bildquelle: AP

Trumps neuer Stabschef Einen Sack Flöhe hüten

Stand: 01.08.2017 19:36 Uhr

Für Ruhe und Ordnung soll Trumps neuer Stabschef im Weißen Haus sorgen, doch die Aufgabe scheint auch für Ex-General Kelly groß: Neue Enthüllungen zur Russland-Affäre setzen den US-Präsidenten und dessen Sohn unter Druck.

Von Antje Passenheim, ARD-Studio Washington

"Die Tage des Bullshits sind vorbei", soll ein Mitarbeiter des Weißen Hauses gesagt haben. Alle Augen geradaus - sie richten sich auf den neuen Stabschef. Der Ex-General wird aufräumen, das glaubt auch Jeremy Bash, der John Kelly aus Tagen kennt, in denen er selber Stabschef beim ehemaligen Verteidigungsminister Leon Panetta war: "John ist diszipliniert. Er war ein Marine, er glaubt an die Kommandokette. Und seine Hauptmission ist es, Ordnung in das Chaos im Westwing zu bringen."

Kommunikationschef Scaramucci muss abdanken
tagesschau 20:00 Uhr, 01.08.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Bürde Scaramucci beseitigt

Um das zu tun, soll Kelly bereits am Wochenende klargemacht haben, dass er mit einem Kommunikationschef Anthony Scaramucci nicht zusammenarbeiten kann, so der Fernsehsender CNN. Und zwar nach dessen Entgleisungen über Mitarbeiter des Weißen Hauses. Kellys Vorgänger bezeichnete er als paranoiden Schizophrenen. Donald Trumps Chefstrategen Steve Bannon mit noch vulgärerem Zündstoff. Ein Kommunikationschef mit derartiger Wortwahl sei eine zu große Bürde für den neuen Stabschef, so das Weiße Haus.

"Erster Punkt für Kelly. Er bekommt dafür gute Noten. Kelly ist der Anti-Mooch", so Bash unter Anspielung auf Scaramuccis Spitznamen "Der Mooch", was übersetzt so viel wie Schnorrer heißt. Scaramucci wurde nach seiner Entlassung beim Abendessen im Restaurant von Trumps Hotel gesehen. Elf Tage war er im Amt - damit noch kürzer als sein Vorgänger, der drei Monate durchgehalten hatte. 

Die Drehtür im Weißen Haus ist in Washington zum geflügelten Wort geworden. Das atemberaubende Personalkarussel des Präsidenten soll Kelly nun bremsen, meint auch der demokratische Senator Dick Durbin: "Er ist in der Lage, das Weiße Haus zu stabilisieren. Das ist gut für dieses Land."

Donald Trump | Bildquelle: AFP
galerie

Welche Posten besetzt er noch neu? Gespannt werden weitere Entscheidungen von Trump erwartet.

Wunsch nach Ruhe

"Kein Chaos im Weißen Haus", hatte Präsident Trump noch getwittert. Seine Wunsch nach Ruhe trat jedoch auch heute nicht ein, denn die "Washington Post" bringt das zweite Dauerthema zurück auf die Tagesordnung: Trumps Russland-Kontakte und die Ermittlungen gegen seinen Sohn.

Dem Bericht zufolge steckt der Präsident persönlich hinter einer Stellungnahme seines Sohnes Donald Junior zu den Drähten nach Moskau. Die Erklärung zu einem Treffen mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs hatte sich im Nachhinein als irreführend erwiesen. "Er hat damit seinen Sohn in Gefahr gebracht", sagt der republikanische Senator Lindsey Graham.

Den Text soll Trump auf dem Rückflug vom G20-Gipfel in Hamburg diktiert haben. Bei dem Treffen mit der russischen Anwältin sei "in erster Linie über ein Programm zur Adoption russischer Kinder gesprochen worden", hieß es in der ersten Stellungnahme von Trump Junior. Unter wachsendem öffentlichen Druck hatte der danach aber eine Reihe von E-Mails veröffentlicht. Sie belegten, dass es bei dem Treffen in Wirklichkeit darum ging, Munition für den Wahlkampf gegen Rivalin Hillary Clinton zu bekommen.

"Wenn das stimmt, dann war das eine schlechte Entscheidung des Präsidenten. Das wird uns dazu bringen, weitere Fragen zu stellen", meint Republikaner Graham.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, zu Trumps Entschluss
tagesschau 17:00 Uhr, 01.08.2017

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Chaostage im Weißen Haus
Antje Passenheim, ARD Washington
01.08.2017 18:23 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 31. Juli 2017 um 00:30 Uhr und Deutschlandfunk am 01. August 2017 um 19:05 Uhr.

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