Sigmar Gabriel | Bildquelle: dpa

Ultimatum verlängert Gabriel vermittelt in Katar

Stand: 03.07.2017 02:41 Uhr

Vier arabische Staaten haben ein Ultimatum an Katar kurzfristig verlängert. Ursprünglich hatten sie bis Montag unter anderem die Schließung des TV-Senders Al-Dschasira gefordert. Bundesaußenminister Gabriel reist heute nach Doha um zu vermitteln.

In der Nacht von Sonntag zu Montag haben vier arabische Staaten ein Ultimatum an das Golfemirat Katar kurzfristig um 48 Stunden verlängert. Sie werfen Doha die Unterstützung von Terrorismus vor und hatten am 5. Juni ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar abgebrochen. In der Folge stellten sie eine Liste mit 13 Forderungen. Darunter findet sich etwa die Schließung des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira und eine Einstellung der diplomatischen Beziehungen Katars zum Iran.

Gabriel zu Besuch im Mittleren Osten
tagesschau 20:00 Uhr, 04.07.2017, Karin Dohr, ARD Berlin

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Katar will jedoch nicht auf die Forderungen eingehen. Der Verteidigungsminister erklärte, er hoffe, dass kein Punkt erreicht werde, an dem eine militärische Intervention vorgenommen werde. Gleichzeitig betonte er die Entschlossenheit seines Landes: "Wir stehen bereit, um unser Land zu verteidigen." Ähnlich äußerte sich der Außenminister des Zwergstaats.

Gabriel besucht Region

Ab heute besucht Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für drei Tage die Golfregion, um in der Krise zu vermitteln. Er wolle für einen Dialog werben, erklärte er vorab in Berlin: "Seit mehreren Wochen stehen sich Bruder- und Nachbarstaaten in einem besorgniserregenden Konflikt gegenüber. Was es jetzt braucht, ist ein ernsthafter Dialog zwischen den Beteiligten, um konstruktive Lösungsansätze durch Verhandlungen zu entwickeln."

Zuerst geht es am Montag nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Am Dienstag besucht Gabriel Katar selbst und am Mittwoch dann Kuwait, das in der Krise vermittelt.

Gabriel will sich bei seiner Reise neutral verhalten. "Wir ergreifen nicht Partei", sagte er vor seiner Abreise. "Aber: Der Konflikt am Golf geht nicht nur die an, die dort miteinander im Zwist liegen, sondern betrifft auch uns und unsere Interessen." Das gelte für den Kampf gegen den IS, aber auch für die Stabilität einer Region, die von Krisen, Spannungen und Krieg schwer gezeichnet sei.

Katar-Krise - Gabriel reist in die Golfregion
Stephan Ueberbach, ARD Berlin
03.07.2017 06:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Juli 2017 um 03:43 Uhr.

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