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Wahl in Spaniens Provinz Katalonien

Sieg für regierende Nationalisten zeichnet sich ab

Der katalanische Regierungschef Artur Mas
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Regierungschef Artur Mas während des Wahlkampfs

In der spanischen Region Katalonien zeichnet sich bei der Parlamentswahl ein Sieg der konservativ-nationalistischen Partei CiU von Regierungschef Artur Mas ab. Nach ersten Prognosen dürfte die CiU jedoch Sitze verloren haben.

Laut den Prognosen kommen die gemäßigten Nationalisten der CiU auf 54 bis 57 der 135 Sitze. Damit verfehlten sie nicht nur die von Mas angestrebte absolute Mehrheit, sondern liegen noch unter ihren bisherigen 62 Mandaten.

Die großen Gewinner der Wahl sind offenbar die katalanischen Linksrepublikaner (ERC), die noch energischer als Mas für eine Trennung Kataloniens von Spanien eintreten. Die ERC konnte die Zahl ihrer Mandate von bislang zehn auf 20 bis 23 Mandate ausbauen. Auch die anderen linksgerichteten Befürworter einer Unabhängigkeit, darunter die neue Bewegung Cup, konnten Stimmen dazugewinnen.

Großer Verlierer sind die katalanischen Sozialisten. Sie dürften laut Prognosen im neuen Regionalparlament mit nur noch 16 bis 18 Sitzen - statt 28 - vertreten sein. Die Volkspartei des spanischen Ministerpräsidenten Manuel Rajoy konnte dagegen voraussichtlich die Zahl ihrer 18 Mandate knapp behaupten.

Parlamentswahl in der autonomen spanischen Region Katalonien
tagesschau 20:00 Uhr, 25.11.2012, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Katalonien ist wirtschaftsstärkste Region Spaniens. Doch trotz ihrer hoch entwickelten Wirtschaft ist sie stark verschuldet. Die Regionalregierung führt dies darauf zurück, dass ein großer Teil der eingenommenen Steuern nicht nach Katalonien zurückfließt, sondern an ärmere Regionen in Südspanien verteilt wird.

Katalonien hat bereits einen Autonomiestatus und eine eigene Polizei. Flächenmäßig ist die Region etwa so groß wie Belgien und hat mit 7,6 Millionen Menschen mehr Einwohner als Dänemark oder Finnland.

Stand: 25.11.2012 21:11 Uhr

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