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Erdbeben vor Kanadas Westküste
Eher kleine Wellen nach Tsunami-Warnung
Die Tsunami-Wellen nach dem schweren Pazifik-Beben sind auf Hawaii, in Kalifornien und Kanada weit niedriger ausgefallen als befürchtet. Das teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum mit.
Die größte Welle mit 152 Zentimetern wurde auf der Hawaii-Insel Maui gemessen. An anderen Stränden der Bucht von Hilo (Insel Hawaii) erreichten die Wellen eine Höhe zwischen 16 und 43 Zentimetern. Das Kanadische Institut für Meereswissenschaften hatte kurz nach dem Beben an den Stränden der Haida-Gwaii-Inseln Wellen bis zu einer Höhe von 69 Zentimetern ermittelt. Einige Gebiete der vor allem von Ureinwohnern besiedelten Inseln wurden evakuiert.
Berichte über Opfer oder auch größere Sachschäden gab es zunächst nicht. "Es sieht so aus, als seien sowohl die Auswirkungen als auch die Gefahren sehr gering geblieben", sagte Shirley Bond, die für den Notstand in der kanadischen Provinz British Columbia zuständige Ministerin, dem Sender CBC.
Inzwischen gaben die Behörden in einigen Gebieten wieder Entwarnung. Zehntausende Menschen können in ihre Häuser zurückkehren.
Befürchtete Riesenwellen sind ausgeblieben
tagesschau 16:15 Uhr, 28.10.2012, Birgit Virnich, WDR
Zuvor hatten Sirenen die Bürger auf der Inselgruppe Hawaii mehr als zwei Stunden lang vor dem Tsunami gewarnt. Kinovorführungen wurden unterbrochen und die Besucher nach Hause geschickt. Viele Bewohner deckten sich an den Tankstellen mit Benzinvorräten ein.
Zehntausende Menschen in küstennahen Gebieten brachten sich in höhergelegenen Gebieten in Sicherheit. Auf ihrer Flucht verursachten sie in Honolulu, der Hauptstadt der Inselgruppe, ein Verkehrschaos. Bürgermeister Peter Carlisle rief im US-Sender CNN alle Bürger auf, ihre Autos stehen lassen. Rund 80.000 Menschen mussten auf der Insel Oahu ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Hawai ist noch einmal davongekommen
W. Stufflesser, ARD Los Angeles
28.10.2012 15:23 Uhr
Auch an der US-Küste in Nord-Kalifornien und Süd-Oregon hatten die Behörden Tsunami-Alarm ausgerufen. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrums teilte mit, die Welle sei lediglich 67 Zentimeter hoch gewesen. Sie sei an der Küste bei Arena Cove in Kalifornien gemessen worden.
Das Erdbeben erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,7. Das Zentrum des Bebens habe auf der Inselgruppe Haida Gwaii etwa 200 Kilometer südwestlich von Prince Rupert in der kanadischen Provinz British Columbia in gut 17 Kilometern Tiefe gelegen.
Stand: 28.10.2012 14:23 Uhr
