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Eisdecke aufgerissen
Orcas nach Tagen im Eis wieder frei
Die zwölf Schwertwale, die tagelang im kanadischen Hudson Bay unter einer Eisdecke eingeschlossen waren, sind frei. Gerettet wurden sie wahrscheinlich nur, weil der Wind drehte. Der Windumschwung habe dazu geführt, dass die dicke Eisdecke auseinandergebrochen ist, berichteten kanadische Medien. Die Orcas drohten vorher, im Meer zu ersticken.
"Das Eis war weg, und die Wale waren nicht mehr zu sehen", zitierten Medien den Vorsteher einer Inuit-Gemeinde, die in der Nähe der Stelle liegt, wo die Tiere eingeschlossen waren. "Das sind gute Nachrichten für die Wale. Wir sind sehr glücklich."
Tierschützer forderten Eisbrechereinsatz
Tierschützer hatten zuvor um das Leben der auch als "Killerwale" bekannten Tiere gefürchtet. Die Orcas hatten nur eine kleine Öffnung im Eis zum Luftholen. Die Tierschützer hatten daher einen Eisbrechereinsatz gefordert, um den Tieren den Rückweg zum Meer zu bahnen. Die kanadische Fischerei- und Ozeanbehörde hatten aber Bedenken. Der Einsatz wäre teuer geworden und das Schiff womöglich nicht rechtzeitig eingetroffen.
Die zwölf Wale waren am Dienstag von einem Inuit-Jäger bei der Robbenjagd dicht vor der Küste der Provinz Québec entdeckt worden. Möglicherweise hatte sich das Eis hinter der Herde geschlossen, nachdem die Wale in die Bucht hinein geschwommen waren. Im Winter sind Orcas nur selten in der Hudson Bay zu sehen.
Stand: 10.01.2013 21:32 Uhr
