Justin Trudeau | Bildquelle: dpa

Entscheidung des neuen Premiers Kanada beendet Kampfeinsatz gegen IS

Stand: 21.10.2015 05:00 Uhr

Einen Tag nach seinem Wahlsieg hat der neue Premier Trudeau gleich eine wichtige Entscheidung verkündet: Kanada wird sich künftig nicht mehr an den Luftangriffen auf den IS in Syrien und im Irak beteiligen. Trudeau löst damit ein Versprechen aus dem Wahlkampf ein.

Kanada will sich künftig nicht mehr an den Luftangriffen auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak beteiligen. Das kündigte der neu gewählte Ministerpräsident Justin Trudeau an. Einen genauen Zeitpunkt für den Rückzug der Kampfflugzeuge nannte er nicht.

Vor Journalisten sagte Trudeau, Kanada werde zwar ein "starkes Mitglied" der US-geführten Koalition gegen den IS bleiben. Er habe US-Präsident Barack Obama aber darüber informiert, dass der "Kampfeinsatz" beendet werde. Trudeau erfüllt damit ein Versprechen aus dem Wahlkampf.

Ausbildungsmission wird fortgesetzt

Kanada hat sich bisher mit einigen CF-18 "Hornet"-Jagdbombern an der internationalen Koalition gegen den "Islamischen Staat" beteiligt. Zudem schickte die Regierung etwa 70 Spezialkräfte zur Ausbildung kurdischer Kämpfer im Nordirak in die Region. Diese Ausbildungsmission soll fortgesetzt werden.

Trudeaus Liberale hatten bei der Parlamentswahl laut vorläufigem Ergebnis eine komfortable Mehrheit von 184 der 338 Abgeordneten im Unterhaus erzielt. Der bisherige konservative Premierminister Stephen Harper trat nach der Niederlage zurück.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Oktober 2015 um 09:00 Uhr.

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