Waldbrände in Kalifornien | Bildquelle: AP

Buschfeuer in Kalifornien Brände nähern sich den Küstenstädten

Stand: 11.12.2017 07:26 Uhr

In Kalifornien wüten die Waldbrände unaufhörlich weiter. Trotz abflauender Winde bekommt die Feuerwehr das größte Feuer nicht unter Kontrolle. Mehr als 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet.

Die Waldbrände im Süden Kaliforniens veranlassen immer mehr Bewohner zur Flucht. Am Sonntag gaben die Behörden neue Evakuierungen für die Küstenstädte Montecito und Carpinteria heraus.

Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet. Eine 70-jährige Frau war auf der Flucht vor den Flammen mit ihrem Auto bei einem Unfall ums Leben gekommen.

In Montecito statteten Einsatzkräfte Bewohner mit Atemmasken aus, die zu Hause bleiben wollten. Die am Berghang gelegene Stadt ist Heimat von vielen Prominenten. Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres twitterte, ihr Haus werde von Flammen bedroht.

Montecito und Carpinteria sind vom größten der kalifornischen Brände betroffen. Das sogenannte Thomas-Feuer nördlich von Los Angeles sei nur zu 15 Prozent eingedämmt, teilten die Behörden mit. "Thomas" war am Montag in der Nähe der Stadt Ventura ausgebrochen und hatte sich durch heftige Winde angefacht unaufhaltsam weiter ausgebreitet. Dadurch waren plötzlich Regionen bedroht, in denen es seit Jahrzehnten nicht gebrannt hat.

800 Gebäude bereits zerstört

Die Waldbrände haben bislang 800 Häuser und andere Gebäude zerstört und Dutzende Pferde getötet. Mehr als 200.000 Menschen mussten vor den Flammen fliehen. 700 Quadratkilometer wurden seit dem 4. Dezember niedergebrannt. Der Sprecher der Bezirksfeuerwehr von Santa Barbara sagte, die Einsatzkräfte hätten mehrere Häuser gerettet, als unberechenbare Winde das Feuer weiter angefacht hätten. Die Feuerwehr setzte Flugzeuge und Hubschrauber ein, um Wassermassen auf die Flammen zu spritzen.

Santa Barbaras Zoo wurde für die Öffentlichkeit geschlossen. Die 500 Tiere der Anlage mussten den ganzen Tag über in ihren Nachtquartieren bleiben.

Brände in Kalifornien bedrohen Küstenstädte
tagesschau 9:00 Uhr, 11.12.2017

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Keine Erleichterung in Sicht

An anderen Orten machte die Feuerwehr Fortschritte bei der Bekämpfung des riesigen Waldbrandes, der am vergangenen Montag im Bezirk Ventura ausgebrochen war. Dies sei jetzt die neue Normalität, warnte Gouverneur Jerry Brown. Der Klimawandel bedrohe Kalifornien ganzjährig. Wetterexperten vermuten, dass das hohe Feuerrisiko wohl bis in den Januar hinein bestehen bleiben wird.

Auch auf kurze Zeit ist keine Erleichterung in Sicht: Meteorologen sagten für die Region böige und trockene Winde voraus. Das Kämpfen gegen die Flammen dürfte damit erheblich erschwert werden.

Quelle: http://www.fire.ca.gov/general/firemaps | Karte vergrößern

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Dezember 2017 um 04:50 Uhr.

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