Ein Feuerwehrmann ist schemenhaft vor den Flammen eines Buschbrandes in Kalifornien zu sehen. | Bildquelle: dpa

Buschfeuer in Kalifornien Erste Erfolge im Kampf gegen die Flammen

Stand: 09.12.2017 14:49 Uhr

Abflauender Wind lässt die Feuerwehrleute im Süden Kaliforniens ein wenig aufatmen: Sowohl das größte der sechs Buschfeuer als auch der Brand am Rand von Los Angeles hätten eingedämmt werden können. Doch die Lage bleibt durch die andauernde Trockenheit gefährlich.

Bereits seit Anfang der Woche wüten im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien schwere Buschfeuer. Nun vermelden die Einsatzkräfte vor Ort erste Erfolge. Durch abnehmenden Wind hätte der größte der insgesamt sechs Hauptbrandherde - das sogenannte Thomas-Feuer, welches sich südlich von Santa Barbara ausgebreitet hat - um etwa zehn Prozent eingedämmt werden können, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf das kalifornische Amt für Forstwesen und Brandschutz. Auch der Einsatz von mehr Löschflugzeugen sei nun möglich. Der Brand zählt nach Angaben der Umweltschutzgruppe Climate Nexus zu den 20 größten Feuerkatastrophen in der Geschichte des Bundesstaates.

Brandschutzbehörde: Situation weiter "extrem gefährlich"

Auch die Feuerwehrleute, die am Rand des Prominentenviertels Bel Air in Los Angeles gegen das "Skirball-Feuer" kämpfen, hätten den Brand nahezu um die Hälfte eindämmen können. Die meisten Anwohner hätten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Doch gebannt ist die Gefahr durch die Buschfeuer noch nicht. Laut Feuerwehr brachen bei San Diego und Santa Barbara neue Brände aus. Die Brandschutzbehörde spricht auch weiterhin von "extrem gefährlichen" Bedingungen durch ungewöhnlich hohe Temperaturen und große Trockenheit.

Mehr als 700 Häuser zerstört

Seit fünf Tagen sind in Südkalifornien rund 8700 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Brände haben bislang etwa 57.000 Hektar Land und mehr als 700 Gebäude zerstört. Tausende Häuser waren zudem ohne Strom. Mehr als 200.000 Menschen mussten vor den Flammen fliehen. Eine 70 Jahre alte Frau erlitt auf der Flucht mit dem Auto einen tödlichen Unfall.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, rief für die betroffenen Gebiete den Notstand aus. Am Freitag sicherte US-Präsident Donald Trump den Regionen Unterstützung zu und gab Bundeshilfen für Los Angeles und die Umgebung der Metropole frei.

Quelle: http://www.fire.ca.gov/general/firemaps | Karte vergrößern

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Dezember 2017 um 13:45 Uhr.

Darstellung: