Karte: Demokratische Republik Kongo

Gefechte mit Rebellen Viele Tote bei Kämpfen im Kongo

Stand: 13.02.2017 03:43 Uhr

Gräueltaten, Rekrutierung von Kindersoldaten, übermäßige Gewalt - die UN-Friedensmission hat sich wegen der neuen Gefechte im Kongo besorgt gezeigt. Dabei gab es in den vergangenen Tagen Dutzende Tote.

Bei Kämpfen zwischen Rebellen und Sicherheitskräften sind im Kongo innerhalb von zwei Tagen mindestens 90 Menschen getötet worden. Wie das örtliche Rote Kreuz am Sonntag berichtete, kam es am Donnerstag und Freitag in Tshimbulu in der Provinz Kasai zu den Auseinandersetzungen.

Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Kongo (MONUSCO) teilte mit, es habe bis Freitagabend rund 50 Tote gegeben. Man sei wegen der von den Rebellen begangenen Gräueltaten und auch über die Rekrutierung von Kindersoldaten besorgt. Darüber hinaus sei man aber auch besorgt wegen des unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt durch das Militär.

Seit der Anführer der Rebellen, Kamwina Nsapu, im August durch die Polizei getötet wurde, gibt es in dem Land immer wieder Gewaltausbrüchen. Rebellen versuchen, Nsapus Tod zu rächen. Sie kämpfen gegen die ihrer Ansicht nach "ungerechte politische Herrschaft" in der zentralkongolesischen Provinz Kasai.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Februar 2017 um 04:00 Uhr

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