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Nach einer Explosion in Aleppo sucht ein Kämpfer nach Deckung.

Offenbar wieder Tote bei Kämpfen in Syrien

Keine Ruhe in Aleppo - Vorwürfe gegen Iran

In Syrien halten die Gefechte in Aleppo offenbar unvermindert an. Nach Angaben von Oppositionsgruppen bombardierte die Armee die Wirtschaftsmetropole. Im Stadtteil Salaheddine solle es nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte zu direkten Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungssoldaten gekommen sein. Auch gestern war der Stadtteil von Artillerie sowie von Kampfflugzeugen und Hubschraubern beschossen worden. Ein Rebellensprecher sagte, man erwarten eine "starke Offensive" der Regierungstruppen.

Diese Aufnahme soll einen Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo zeigen.
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Diese Aufnahme soll einen Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo zeigen.

Im Stadtteil Dschamijat al Sahra seien zwei Rebellenkämpfer ums Leben gekommen, teilte die Beobachtungsstelle mit, die ihren Sitz in London hat. Angaben wie diese lassen sich kaum unabhängig überprüfen, da es kaum Vertreter ausländischer Medien in Aleppo gibt.

Die syrischen Staatsmedien meldeten derweil, dass Damaskus wieder vollständig unter der Kontrolle der Regierung sei. Auch in der Hauptstadt hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Kämpfe gegeben. Das staatliche Fernsehen meldete bereits wiederholt eine Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle über die Stadt.

Erbitterter Kampf um Wirtschaftsmetropole Aleppo hält an
tagesschau 20:00 Uhr, 05.08.2012, Esther Saoub, ARD Kairo

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Teheran bittet Türkei und Katar um Vermittlung

Einige der 48 iranischen Pilgern, die am Samstag in Damaskus entführt worden waren, sollen laut einem saudi-arabischen Medienbericht Angehörige der iranischen Revolutionsgarden sein. Die Gruppe hatte einen schiitischen Schrein besucht. Der saudische Nachrichtensender Al Arabija zeigte Bilder, auf denen ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee ausweisartige Dokumente in die Kamera hält. Dies soll die Zugehörigkeit ihrer Inhaber zu den Revolutionsgarden beweisen.

Der Sender Al Arabija gehört einem saudischen Geschäftsmann mit enger Bindung an das saudische Herrscherhaus. Saudi-Arabien unterstützt die Rebellen mit Geld und vermutlich auch Waffen.

Anmerkung der Redaktion

Die Bilder dieses Beitrags stammen aus Videos aus dem Internet. Wir haben den Inhalt überprüft, so weit es geht - allerdings stößt die Verifikation von Material, das online zur Verfügung gestellt wird, an Grenzen. Eine vollständige Überprüfung ist nicht möglich.

Teheran hatte am Samstag bestätigt, dass 48 Pilger auf dem Weg zum Flughafen von Damaskus von einer "bewaffneten terroristischen Gruppe" entführt worden waren. Inzwischen seien die Türkei und Katar gebeten worden, sich für die Freilassung der Pilger einzusetzen, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldet. Die iranischen Revolutionsgarden sind eine Parallelarmee zu den regulären Einheiten. Ihre Stärke wird auf mehr als 100.000 Mann geschätzt. Neben ihrer Aufgabe als "Bannerträger der Revolution" kontrollieren sie ein eigenes Wirtschaftsimperium im Iran.

De Maizière lehnt militärisches Eingreifen weiter ab

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU)
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Der Bundesverteidigungsminister schließt einen Militäreinsatz in Syrien aus.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière schließt auch nach dem Rücktritt von UN-Sondervermittler Kofi Annan ein militärisches Eingreifen in Syrien aus. "Das Scheitern der Diplomatie darf nicht automatisch zum Beginn des Militärischen führen", sagte er der "Welt am Sonntag". Es sei "zweifellos bitter und frustrierend, auf dieses Morden schauen zu müssen, ohne direkt etwas dagegen unternehmen zu können", so de Maizière. Deutschland müsse weiter humanitär helfen und die demokratisch gesinnten Teile der Opposition logistisch unterstützen. "Aber mehr nicht", betonte der CDU-Politiker.

Weitere diplomatische Bemühungen kündigte auch das US-Außenministerium an. Ministerin Hillary Clinton werde in der kommenden Woche nach Istanbul reisen, um dort mit der türkischen Regierung über die Situation in Syrien zu beraten, gab eine Sprecherin des State Department bekannt. Sowohl die Türkei als auch die USA unterstützen die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al Assad. Offiziell stellen sie den Rebellen lediglich Kommunikationsmittel und andere nicht-militärische Ausrüstung zur Verfügung. Es ist nicht klar, ob auch Waffen geliefert werden oder Ausbilder entsandt wurden.

Stand: 05.08.2012 12:54 Uhr

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