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Ungewöhnliche Kältewelle

Bitterer Frost in Russland

Die Schüler haben kältefrei, Geschäfte verkürzen die Öffnungszeiten, Tausende sind ohne Strom und Heizung, weil die Leitungen einfroren: Angesichts von Temperaturen von unter minus 40 Grad riefen die Behörden in Sibirien den Notstand aus. Beißende Kälte lähmt auch andere Regionen Russlands. Täglich erfrieren Menschen. Vergleichsweise mild ist es in Moskau.

Von Heide Rasche, ARD-Hörfunkstudio Moskau

Eisige Kälte liegt bereits seit Mitte Dezember über Russland und der Ukraine. Insgesamt gibt es in den beiden Ländern offiziellen Angaben zufolge etwa 140 Kältetote, mehrere hundert Menschen wurden mit schweren Erfrierungen in Krankenhäuser eingeliefert.

In Sibirien riefen die Behörden in einigen Regionen den Notstand aus. Die Temperaturen liegen schon seit Tagen unter Minus 40 Grad. Viele Schulen blieben geschlossen, einige Geschäfte verkürzten die Öffnungszeiten.

Sonnenuntergang im eiskalten Krasnojarsk
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Sonnenuntergang in Krasnojarsk in Sibirien - bei minus 30 Grad.

In Novosibirsk sind derzeit rund 7.000 Menschen ohne Heizung, bei Außentemperaturen von minus 30 Grad. Betroffen sind neben Wohnhäusern auch ein Krankenhaus und einige Kindertagesstätten. Platzende Heizungsleitungen und wegen Überlastung durchgeschmorte Kabel beschäftigen die Notdienste überall im Land. Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzes sind landesweit rund 250.000 Menschen von Heizungs- oder Stromausfällen betroffen.

Klirrende Kälte in Russland
H. Rasche, ARD Moskau
23.12.2012 18:59 Uhr

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Skifahren und viel Schlaf

Der für Dezember ungewöhnliche Kälteeinbruch ist die Top-Nachricht in den russischen Medien. Zwischen fünf und fünfzehn Grad unter dem Durchschnitt liegen die Temperaturen in diesem Dezember. Üblicherweise wird es erst im Januar und Februar so kalt in Zentralrussland und im fernen Osten. Der oberste Amtsarzt des Landes riet, Kinder unter drei Jahren bei der Eiseskälte nicht aus dem Haus zu lassen. Sein Rat für Erwachsene und Kinder: Skifahren und viel Schlaf. Eine so flächendeckende Kältewelle gab es nach Angaben von Meteorologen in Russland seit rund 70 Jahren nicht mehr.

Mildes Moskau

In Moskau ist es derzeit im Vergleich zum Rest des Landes relativ mild mit Tagestemperaturen um Minus 15 Grad. Bei strahlendem Sonnenschein lassen sich nur die wenigstens Moskauer von ihren Weihnachtseinkäufen abhalten. Vor allem, weil die Meteorologen für die kommende Woche für das Gebiet um Moskau heftige Schneefälle bei steigenden Temperaturen vorhersagen. Anders im sibirischen Teil Russlands: Hier ist noch kein Ende Kältewelle in Sicht.

Kälteeinbruch fordert mindestens 80 Tote
tagesschau 20:00 Uhr, 23.12.2012, Ina Ruck, ARD Moskau

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Stand: 23.12.2012 19:31 Uhr

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