Dick eingepackte Besucher an den zugefrorenen Niagarafällen  | Bildquelle: dpa

Kältewelle Amerikaner zittern sich ins neue Jahr

Stand: 31.12.2017 12:17 Uhr

70 Millionen Amerikaner erwarten die kälteste Silvesternacht seit Jahrzehnten - die Temperaturen werden an manchen Orten mehr als 20 Grad unter den üblichen liegen. New Yorks Bürgermeister de Blasio mahnte die Bürger, auf ihre Nachbarn zu acht zu geben.

Die Kältewelle hat weite Teile der USA auch zum Jahreswechsel fest im Griff. Nach Angaben des Wetterdienstes wird eine neue Kaltfront die seit Tagen anhaltenden arktischen Temperaturen in großen Teilen der USA weiter drücken.

Vor allem für den Mittleren Westen und Osten der USA sagte der nationale Wetterdienst teils Rekord-Minustemperaturen voraus. Dem Sender CNN zufolge werden insgesamt 70 Millionen Menschen Silvester bei Kältewarnungen feiern. Es wäre der drittkälteste Jahreswechsel seit der ersten Feier dort im Jahr 1907.

Auf Nachbarn und Haustiere achten

Das zum Jahreswechsel erwartete Millionenpublikum am Times Square in New York muss sich auf bis zu minus 12 Grad Celsius gefasst machen. Die Temperaturen seien "gefährlich niedrig", twitterte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Er rief Anwohner auf, Heizungsprobleme zu melden. "Schauen Sie nach Ihren Nachbarn und vergessen Sie Ihre Haustiere nicht", fügte er hinzu.

Menschen schauen auf einen zugefrorenen Brunnen am New Yorker Times Square | Bildquelle: AP
galerie

Menschen schauen auf einen zugefrorenen Brunnen am New Yorker Times Square

Laut "Washington Post" werden am Neujahrstag die östlichen zwei Drittel der USA von ungewöhnlicher Kälte betroffen sein - ein enormes Gebiet, in denen die Temperaturen mancherorts bis zu 22 Grad niedriger liegen könnten als üblich. Selbst weiter südlich, bis nach Oklahoma, droht am Neujahrstag Eiseskälte von bis zu minus 17 Grad.

Ab zweiter Januarwoche milder

Auch die texanische Metropole Dallas und Georgias Hauptstadt Atlanta könnten Temperaturen um den Gefrierpunkt erleben. Den Vorhersagen nach wird es in vielen Landesteilen bis gegen Ende der Woche ungewöhnlich kalt bleiben. Erst nach dem 8. Januar soll es milder werden.

Menschen stehen an den zugefrorenen Niagarafällen | Bildquelle: dpa
galerie

Die Niagarafälle sind teilweise eingefroren

Die Kältewelle brach Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen in den USA gleich mehrere Minusrekorde: In der Gemeinde Cotton im nördlichen Bundesstaat Minnesota wurden minus 40 Grad Celsius vermeldet. In Watertown im Norden des Bundesstaats New York waren es am Donnerstag minus 36 Grad.

Öffentliche Feiern in Ottawa abgesagt

Von der Kältwelle ist auch Kanada betroffen. In der Hauptstadt Ottawa wurden Teile der Feiern am Silvesterabend sowie am Vortag am Parlamentshügel gestrichen. Darunter waren Konzerte, Tanz- und Percussion-Shows sowie der Betrieb einer Schlittschuhbahn, wie kanadische Medien berichteten. Das Feuerwerk samt Lasershow sollte dort aber wie geplant stattfinden. Der kanadische Wetterdienst sagte für Ottawa am Silvesterabend minus 24 Grad Celsius voraus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 30. Dezember 2017 um 07:40 Uhr.

Darstellung: