Ein Mann reagiert auf den Selbstmordanschlag in Kabul | Bildquelle: REUTERS

Afghanistan Mindestens 57 Tote bei Anschlag in Kabul

Stand: 22.04.2018 18:16 Uhr

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter mindestens 57 Menschen getötet. Mehr als 100 wurden verletzt. Die Bombe detonierte vor einer Ausgabestelle für Personaldokumente.

Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 57 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Personen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums für öffentliche Gesundheit. Die Opferzahlen könnten weiter steigen.

Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul
tagesschau 20:00 Uhr, 22.04.2018, Markus Spieker, ARD Neu-Delhi

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Der Selbstmordattentäter habe vor einem Wählerregistrierungszentrum Zivilisten angegriffen, die sich zum Erhalt von Ausweisen versammelt hätten, sagte der Polizeichef von Kabul, Daud Amin. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich.

Alle Opfer sind Zivilisten 

"Als ich diesen riesigen Knall gehört habe, bin ich gleich losgerannt. Kaum hier angekommen, habe ich gesehen, wie Menschen den Verwundeten geholfen haben und sie ins Krankenhaus gebracht haben. Es sind so viele Frauen und Kinder, die hier angestanden haben, um ihre Ausweisdokumente zu bekommen", sagt Bashir Ahmad, der ganz in der Nähe des Anschlagsortes war.

Das Innenministerium Afghanistans bestätigt, dass alles Opfer Zivilisten sind, mehr als die Hälfte von ihnen Frauen und Kinder.

Das Wählerregistrierungszentrum nach dem Anschlag | Bildquelle: AFP
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Das Wählerregistrierungszentrum nach dem Anschlag

Parlamentswahl im Oktober

Die afghanischen Behörden hatten eine Woche zuvor mit der Registrierung der Wähler für die Parlamentswahl im Oktober begonnen. Seitdem vor einer Woche die mehr als 7000 Wahlzentren eröffnet wurden, gabe es bereits mehrere Anschläge im ganzen Land.

Die Abstimmung ist seit drei Jahren überfällig und wurde wegen Sicherheitsbedenken und logistischen Problemen immer wieder verschoben.

Rund 950 Wahllokale liegen laut der Wahlbeobachtungskommission Fefa (Freies und Faires Wahlforum) in Gegenden, die von den Taliban kontrolliert werden.

Die Behörden rechnen damit, dass neben den radikalislamischen Taliban und dem IS auch örtliche Anführer und Milizen versuchen werden, die Abstimmung zu stören. Sowohl die Taliban als auch der IS betrachteten die afghanische Regierung und demokratische Wahlen als unrechtmäßig.

Die Wahl gilt als Generalprobe für die Präsidentenwahl, die im April 2019 stattfinden soll. 

Mit Informationen von Silke Diettrich, ARD-Hörfunkstudio Neu-Delhi

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. April 2018 um 10:00 Uhr.

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