Anschlagsort in Kabul | Bildquelle: AP

Taliban bekennen sich Viele Tote bei Doppelanschlag in Kabul

Stand: 10.01.2017 16:27 Uhr

Bei dem Doppelanschlag nahe des afghanischen Parlaments in Kabul sind mindestens 28 Menschen getötet und viele verletzt worden. Die radikalislamischen Taliban-Rebellen bekannten sich zu dem Attentat.

In der Nähe des afghanischen Parlaments in der Hauptstadt Kabul ist ein Doppelattentat verübt worden. Laut offiziellen Angaben wurden dabei mindestens 28 Menschen getötet und viele verletzt. Nach übereinstimmenden Aussagen aus Sicherheitskreisen und von einem Augenzeugen wurde eine der Explosionen durch eine Autobombe ausgelöst, die andere durch einen Selbstmordattentäter, der zu Fuß unterwegs war.

Anschlagsort in Kabul | Bildquelle: AP
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Der Anschlagsort wurde sofort abgeriegelt.

Die meisten der Opfer seien Zivilisten, darunter viele Parlamentsmitarbeiter, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Der Doppelanschlag ereignete sich gegen 17.00 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ). Zu der Zeit gehen in Kabul viele Verwaltungsangestellte nach Hause. Das afghanische Parlament befindet sich auf einer wichtigen Verkehrsachse.

Bekenntnis der Taliban

Eine Verletzte wir in einen Krankenwagen gebracht | Bildquelle: REUTERS
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Viele Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Die radikalislamischen Taliban-Rebellen bekannten sich zu dem Attentat. Per Twitter ließ der Sprecher der Islamisten, Sabiullah Mudschahid, verlauten, das Ziel des Anschlags sei ein Minibus des afghanischen Geheimdienstes NDS gewesen. Man habe "zahlreiche Feinde" getötet.

Das Attentat beendet eine Phase relativer Ruhe in der Hauptstadt. Im Land tobt seit Jahren der Konflikt zwischen den vom Westen unterstützten Regierungstruppen und den radikalislamischen Taliban, die schätzungsweise etwa ein Drittel des Landes beherrschen. Zehntausende Afghanen haben deshalb Zuflucht in Europa gesucht.

Doppelanschlag Kabul: Taliban übernehmen Verantwortung
B. Musch-Borowska, ARD Delhi
10.01.2017 16:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Januar 2017 um 15:00 Uhr.

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