Grenzübergang zwischen Irak und Jordanien (Archivbild 2014) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Verbesserte Sicherheitslage Jordanien und Irak öffnen Grenze wieder

Stand: 30.08.2017 13:59 Uhr

Weil der IS große Teile der Verbindungsstraße zwischen Bagdad und Amman kontrollierte, war sie geschlossen worden: Nun ist die Grenze zwischen Jordanien und Irak wieder offen - und damit auch eine wichtige Handelsstraße.

Nach mehr als zwei Jahren öffnen Jordanien und der Irak wieder ihre gemeinsame Grenze. Vom heutigen Tag an könnten Reisende den einzigen Grenzübergang Turabil - in Jordanien heißt er Karameh - passieren, meldete die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra.

Behördenvertreter beider Länder nahmen an einer Feierlichkeit zur Wiederöffnung teil. Irakische Sicherheitskräfte würden die Straße nach Bagdad schützen, so der Gouverneur der Provinz Anbar im Irak, Mohammed al-Halboosi.

Verbesserte Sicherheitslage

Irakische Soldaten in der Anbar-Provinz, 18. März 2016
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Irakische Soldaten konnten das Gebiet vom IS zurückerobern - hier sind sie in der Anbar-Provinz im März 2016 zu sehen.

Nach seinen Angaben ist mittlerweile die Sicherheit an der einzigen Verbindungsstraße zwischen den beiden Hauptstädten Amman und Bagdad wieder hergestellt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Grenzübergang im Jahr 2014 unter Kontrolle gebracht. Der Grenzverkehr ging danach zunächst weiter.

Ein Jahr später konnten irakische Sicherheitskräfte das Gebiet zurückgewinnen. Danach ließ der Irak die Grenze jedoch schließen, weil der IS große Teile der etwa 900 Kilometer langen Verbindungs- und Handelsstraße kontrollierte. Mittlerweile haben die Extremisten aber fast alle Gebiete im Westen des Irak verloren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. August 2017 um 11:30 Uhr in den Nachrichten.

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