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Weil Apple-Mitbegründer Jobs in den 90er-Jahren für den US-Präsidenten arbeiten wollte, legte das FBI eine Akte über ihn an. Nun musste der Geheimdienst diese auf Druck der Medien veröffentlichen. Viel Neues erfährt man nicht - denn das meiste steht bereits in Jobs Biographie.
Von Sabrina Fritz, SWR-Hörfunkstudio Washington
Es ging um einen Berater-Job. Der damalige US-Präsident George Bush wollte das Computer-Genie in den 90er-Jahren in seinen Exportausschuss aufnehmen. Und wie immer, wenn jemand dem US-Präsidenten zu nahe kommt, wird er vom amerikanischen Geheimdienst überprüft.
Auf 191 Seiten beschreiben die Ermittler den Charakter, das Leben und das Privatleben des damals 36-jährigen. Für seinen Bericht befragte das FBI 30 Freunde, Kollegen und Nachbarn. Heraus kam ein Bild, das viele schon zu Lebzeiten von ihm gezeichnet haben und das sich auch mit seiner Biografie deckt, die nach seinem Tod erschienen ist.
In der FBI-Akte wird Jobs als willensstark, fleißig und eigensinnig beschrieben. Immer wieder wird sein großer Ehrgeiz betont. Mit der Wahrheit nehme er es nicht immer so genau. Um seine Ziele zu erreichen, sei er auch schon mal bereit "die Realität zu verzerren", heißt es in dem Report. Manche Weggefährten fühlten sich von ihm "vor den Kopf" gestoßen.
In den Unterlagen ist auch von einer Erpressung zu lesen. So hatte Mitte der 80er-Jahre ein Mann bei Jobs angerufen und wollte eine Million Dollar haben. Andernfalls würden drei Bomben explodieren. Doch der Fall löste sich im Nichts auf. Das FBI erwähnt auch den Drogenkonsum des genialen Erfinders. Laut FBI hat Jobs in der High School und im College LSD und Hasch ausprobiert . Er selbst nannte dies "eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens".
Auch über sein Privatleben erfährt man nicht viel Neues. Jobs hatte eine uneheliche Tochter und seine einzige Mitgliedschaft war im Sportstudio. Er habe keinen extravaganten Lebensstil gehabt. Weil er der indischen Religion folgte, lebte er eher spartanisch. Eine weibliche Quelle sagte, "er trank nur wenig Wein".
[Bildunterschrift: Jobs starb im vergangenen Jahr nach langer Krankheit. ]
Am Ende hat es dann mit dem Job geklappt. Bush ernannte ihn zum Mitglied des Exportausschusses, der zweimal im Jahr tagte und dem er vier Jahre angehörte. Verschiedene amerikanische Medien hatten nach dem Tod des Apple-Gründers darauf bestanden, dass die FBI-Akte veröffentlicht wird. Sie beriefen sich auf das in der Verfassung garantierte Recht auf Informationsfreiheit. Jobs starb im vergangenen Jahr Alter von 56 Jahren,
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