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USA: IBM-Rechner "Watson" gewinnt Quizshow
IBM-Rechner gewinnt in US-Quizshow

Maschine siegt über Mensch

Jeopardy-Kontrahenten (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die drei Kontrahanten mit Alex Trebek (l.), Jeopardy-Moderator ]
Der Mensch ist ein weiteres Mal der Maschine unterlegen. Bei dem TV-Spielshowklassiker "Jeopardy" hat in den USA der Supercomputer "Watson" zwei menschliche Mitbewerber deutlich geschlagen. Der IBM-Rechner "Watson" brachte es in der dritten und letzten Partie am Mittwochabend (Ortszeit) auf eine Gesamtsumme von 77.147 Dollar. Seine Konkurrenten Ken Jennings und Brad Rutter kamen weit abgeschlagen lediglich auf eine Gesamtsumme von 24.000 bzw. 21.600 Dollar. Damit konnte IBM das Preisgeld von einer Million Dollar einheimsen, das der Konzern an Wohltätigkeitsorganisationen spenden will.

Aber auch Jennings und Rutter gehen nicht leer aus: sie bekommen 300.000 beziehungsweise 200.000 Dollar für ihren Einsatz gegen den Computer. Beide wollen jeweils eine Hälfte ihres Gewinns Wohltätigkeitsorganisationen zukommen lassen.

Auf die Frage kommt es an

Das Frage-und-Antwort-Spiel "Jeopardy" ist eine der beliebtesten Shows im US-Fernsehen und war auch in Deutschland sehr erfolgreich. In der Sendung wird nicht einfach nur Wissen abgefragt, sondern die Teilnehmer müssen auch um die Ecke denken können. Der Quizmaster gibt Stichworte vor, aus denen die Spieler die korrekte Frage konstruieren müssen. Bislang galt das als ein Szenario, bei dem ein Computer der intuitiven menschlichen Intelligenz unterlegen ist.

Doch "Watson" zeigte, dass das nicht länger der Fall ist. Der Computer, der nach dem Gründer des IBM-Konzerns, Thomas J. Watson, benannt wurde, überzeugte vor allem mit einer perfekten Einsatzstrategie - bei "Jeopardy" müssen die Spieler einen Geldbetrag auf ihre Antwort setzen.

Der Sieg "Watsons" hatte sich aber schon nach der zweiten Runde abgezeichnet. Diese beendete der Rechner mit einer Summe von 35.734 Dollar, während Rutter auf 10.400 und Jennings auf 4800 Dollar kamen. Nach der ersten Runde hatten die Konkurrenten noch fast gleichauf gelegen.

Kein Gerät für den Hausgebrauch

WATSON (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der IBM-Computer WATSON ]
Vier Jahre lang hatten Ingenieure des US-Computerkonzerns IBM an der Maschine gearbeitet, die nach dem Unternehmensgründer Thomas Watson benannt ist. In ihm steckt die Rechenleistung von 2800 durchschnittlichen Computern und 15 Terabyte RAM-Speicher (Random Access Memory)

Mit einer komplizierten Algorithmus-Formel sucht Watson blitzschnell eine Datenbank ab und sortiert mögliche Antworten nach ihrer wahrscheinlichen Stichhaltigkeit. Mit dem Internet ist der Computer nicht verbunden. Bei dem sprachgestützten Spiel "Jeopardy" ist die Lage komplizierter als etwa bei einem Schachcomputer wie "Deep Blue", der 1997 den Schachweltmeister Garri Kasparow besiegt hatte.

Stand: 14.09.2011 19:14 Uhr
 

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