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[Bildunterschrift: Vor dem Parlament in Sanaa legte Hadi seinen Amtseid ab. ]
Der langjährige Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi ist nun offiziell neuer Präsident des Jemen. Der 66-Jährige wurde am Morgen vor dem Parlament vereidigt. Hadi löst Ali Abdullah Saleh ab, der 33 Jahre lang an der Macht war. Saleh war nach Massenprotesten zurückgetreten.
Laut Wahlkommission beteiligten sich 65 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung am Dienstag. Davon hätten etwa 99 Prozent für Hadi gestimmt. Allerdings war Hadi auch als einziger Kandidat ohne Konkurrenten angetreten. Das hatten die bisherige Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress und die wichtigsten Oppositionsparteien beschlossen, um weitere Konflikte zu vermeiden.
Hadi soll lediglich für zwei Jahre als Übergangspräsident im Amt sein. Dann sind erneut Wahlen geplant, bei denen dann mehrere Kandidaten antreten sollen. Im Wahlkampf hatte Hadi rasche Reformen versprochen. Vorgesehen ist auch, dass die zahlreichen Verwandten von Langzeitherrscher Saleh Armee, Geheimdienst und Polizei verlassen müssen. Die hohe Wahlbeteiligung verschafft Hadi Rückendeckung, um die drückenden Probleme seines Landes anzugehen. Die Wahl war von Gewalt im Süden und in einigen Bezirken im Nordwesten überschattet gewesen.
Saleh hatte im November offiziell seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Im Gegenzug wurden ihm Immunität und Straffreiheit garantiert. Gegen diese Regelung laufen einige Gruppierungen im Jemen seit Monaten Sturm. Bei einem Anschlag Anfang Juni 2011 hatte Saleh schwere Verletzungen erlitten und sich zur medizinischen Behandlung ins Ausland begeben. Nach Angaben des US-Senders CNN kehrte er Freitagabend in den Jemen zurück. CNN beruft sich auf die jemenitische Botschaft in Washington.Bei der Explosion einer Autobombe in Mukalle im Süden des Jemen starben mindestens 21 Menschen. Offenbar hatte ein Selbstmordattentäter versucht, mit seinem Auto in einen Präsidentenpalast einzudringen. Sicherheitskräfte stoppten seine Fahrt, woraufhin die Bombe explodierte.
Bei den Toten soll es sich überwiegend um Mitglieder der "Republikanischen Garde", einer jemenitischen Eliteeinheit, handeln. Aus Militärkreisen wird berichtet, dass eine lokale Gruppe des Terrornetzwerks Al Kaida verdächtigt wird, hinter den Anschlägen zu stecken.
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