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Selbstmordattentat bei Beerdigung
Mindestens 45 Tote bei Anschlag in Jemen
Im Süden des Jemen sind 45 Menschen bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. 40 Menschen seien bei dem Attentat in Dschaar verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Provinz Abdschan, Dschamal al Akal. Nach Angaben des jemenitischen Nachrichtenportals Mareb Press war Stammesscheich Abdullatif al Sajjid das Hauptziel des Angriffs, der während einer Beerdigung stattfand. Er sei verletzt worden.
Al Sajjiid und seine Miliz hatten früher Al-Kaida-nahe islamistische Aufständische unterstützt, waren dann jedoch auf die Regierungsseite gewechselt.
Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur AFP, Al Kaida habe sich an der Miliz für ihre Unterstützung bei der Rückeroberung der Stadt im Juni rächen wollen. Die Armee hatte Mitte Juni gemeldet, Dschaar und Sindschibar wieder unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Der Al-Kaida-Ableger "Partisanen der Scharia" hatte vergangenes Jahr die Schwächung der Regierung durch die Proteste gegen den damaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh genutzt, um ihre Macht im Süden und Osten auszubauen.
Tote bei Anschlag auf Trauerfeier im Jemen
H. M. Ehl, ARD Kairo
05.08.2012 13:31 Uhr
Drohne tötet mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer
Im Osten des Landes wurden unterdessen fünf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder beim Beschuss ihres Fahrzeugs durch eine Drohne getötet. Die Drohne habe nahe des Dorfes Al Kotn in der Region Hadramaut zwei Raketen auf den Geländewagen gefeuert, sagte ein Behördenvertreter. Der Angriffsort wurde umgehend von den Sicherheitskräften abgeriegelt. Die USA haben die einzigen Drohnen in der Region. Die unbemannten Flugzeuge fliegen im Osten und Süden des Jemen immer wieder Angriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder.
Stand: 05.08.2012 14:48 Uhr
