Kämpfer einer Stammesmiliz in der Region Taes | Bildquelle: AP

Anhaltende Kämpfe im Jemen Militärkoalition erklärt Ende der Waffenruhe

Stand: 02.01.2016 13:31 Uhr

Die Militärkoalition unter der Führung Saudi-Arabiens hat die Waffenruhe im Jemen für beendet erklärt. Zur Begründung hieß es, die Huthi-Rebellen hätten trotz der Vereinbarung saudi-arabische Städte und Grenzposten angegriffen.

Die seit Mitte Dezember offiziell geltende Waffenruhe im Jemen ist von der arabischen Militärkoalition für beendet erklärt worden. Die Waffenruhe sei um 12.00 Uhr abgelaufen, erklärte die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz laut der amtlichen Nachrichtenagentur SPA.

Begründet wurde die Entscheidung mit andauernden Rebellenangriffen auf saudi-arabische Städte und Grenzposten, durch die auch humanitäre Hilfseinsätze behindert worden seien. Seit ihrer Verkündung am 15. Dezember war die Waffenruhe täglich gebrochen worden.

Huthi-Rebellen halten Sanaa

Die Militärkoalition geht seit Ende März vergangenen Jahres mit Luftangriffen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor, um den international anerkannten Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu bringen. Nach der Entsendung von Bodentruppen im Sommer gelang es der Militärallianz, die schiitischen Rebellen zurückzudrängen, doch diese haben weiterhin die Hauptstadt Sanaa unter ihrer Kontrolle.

Das sunnitische Saudi-Arabien wirft den Rebellen und ihren Verbündeten vor, vom schiitischen Iran unterstützt zu werden. Von dem Chaos in dem Land profitieren das Terrornetz Al Kaida und andere Extremisten.

In dem Konflikt wurden UN-Angaben zufolge seit März 2015 mehr als 5800 Menschen getötet, etwa die Hälfte von ihnen waren Zivilisten, mehr als 27.000 weitere wurden verletzt. Rund 2,5 Millionen Jemeniten wurden vertrieben, das ist ein Zehntel der Gesamtbevölkerung.

Darstellung: