Vor den Friedensgesprächen Waffenstillstand im Jemen

Stand: 12.12.2015 16:57 Uhr

Seit mehr als einem Jahr kämpfen im Jemen Huthi-Rebellen und Regierung um die Macht. Nun haben sich beide Seiten auf einen Waffenstillstand geeinigt. Er soll eine Woche anhalten - während der Friedensgespräche in der Schweiz.

Im Jemen haben sich die Huthi-Rebellen und die gewählte Regierung nach Monaten der Kämpfe auf einen einwöchigen Waffenstillstand geeinigt. Er werde am Montag und damit einen Tag vor Beginn der Genfer Friedensgespräche für das arabische Land in Kraft treten und eine Woche lang gelten, teilten Beamte des Büros von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi mit.

Auch ein Sprecher der schiitischen Huthis bestätigte die Feuerpause. Die Rebellen hätten zugestimmt, um das Leiden der Menschen zu schmälern und ihnen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, sagte Mohammed Abdel Salam.

Luftangriffe gegen Huthis

Seit Monaten kämpfen die vom Iran unterstützten Huthis mit ihren Verbündeten um den früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh gegen eine Allianz aus Hadi-Getreuen, südjemenitischen Separatisten und Stammesmilizen um die Macht. Saudi-Arabien und andere sunnitische Staaten fliegen seit Ende März Luftangriffe, um die alte Ordnung und Hadis Macht wieder herzustellen.

Die aus dem Norden des Jemens stammenden Huthis hatten im September 2014 die Hauptstadt Sanaa überrannt, die sie seitdem kontrollieren. Zudem brachten sie mehrere Provinzen unter ihre Kontrolle, konnten aber etwa aus der südlichen Hafenstadt Aden wieder zurückgedrängt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Dezember 2015 um 20:00 Uhr.

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