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28.05.2012

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Ausland
Arbeiter beseitigen abgeknickte Äste eines Baumes. (Foto: REUTERS)
Aufräumarbeiten in Japan nach Taifun "Roke"
Aufräumen nach Taifun in Japan

Überflutungen und Verkehrschaos durch "Roke"

Einen Tag nach Durchzug des gewaltigen Taifuns "Roke" haben die Japaner mit den Aufräumarbeiten begonnen. Nach Medienberichten kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, fünf würden noch vermisst. Hunderte seien verletzt.

Tausende flüchteten vor den Wassermassen

Zugausfälle durch Taifun "Roko" (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Zugausfälle durch Taifun "Roke": Etliche Menschen mussten an den Bahnsteigen warten ]
Der Taifun, der 15. der Saison, hatte die größte Hauptinsel Honshu mit der Hauptstadt Tokio mit heftigen Regenfällen und Sturmböen überzogen. Tausende Häuser und Straßen standen unter Wasser, Bäume stürzten um, der Verkehr wurde teils lahmgelegt und Tausende Bewohner zur Flucht vor den Wassermassen gezwungen. Da zahlreiche Züge ausgefallen waren, hatten es viele Menschen in Tokio am Vorabend schwer, nach Hause zu kommen. Vor den Bushaltestellen und an Taxiständen bildeten sich lange Warteschlangen.

"Roke" zog weiter nach Nordosten und traf auf die Region um die Atomruine Fukushima. Dort regnet es schon seit Tagen heftig, wie ARD-Fernsehkorrespondent Philipp Abresch berichtete. Größere Schäden an der Atomanlage richtete "Roke" aber offenbar nicht an. Außer einer durch den Sturm beschädigten Überwachungskamera gab es keine weiteren Schadensmeldungen. Die Atomaufsicht meldete keine Besonderheiten vom Kraftwerksgelände in Fukushima.

"Alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen"

Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco hatte zuvor erklärt: "Wir haben alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen." Lose Kabel und Schläuche seien befestigt und Planen über die beschädigten Gebäude gezogen worden. Die Bemühungen seien darauf ausgerichtet gewesen, zu verhindern, dass radioaktive Strahlung durch die starken Winde aufgewirbelt werde oder Regenwasser in die zerstörten Reaktoren eindringe.

Das Atomkraftwerk war am 11. März durch ein schweres Erdbeben und einen darauf folgenden riesigen Tsunami schwer beschädigt worden. 20.000 Menschen starben oder wurden als vermisst gemeldet.

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Anordnung zur Massenevakuierung

Bereits im Vorfeld des Taifuns waren in Japan heftige Regenfälle niedergegangen, Wohngebiete und Straßen wurden überschwemmt. Der Zugverkehr war teilweise zusammengebrochen, Autobahnen mussten gesperrt werden. Besonders dramatisch stellte sich die Lage in der Industriemetropole Nagoya dar, wo bereits zwei Tage vor dem Eintreffen des Sturms ganze Straßenzüge unter Wasser standen und das U-Bahn-System überschwemmt war.

Die Behörden hatten insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen geraten, sich in Sicherheit zu bringen. Einsatzkräfte hatten die Bewohner teilweise mit Booten evakuiert.

Vor einigen Tagen war der Westen Japans bereits vom Tropensturm "Talas" heimgesucht worden. Mindestens 100 Menschen kamen ums Leben oder werden seitdem vermisst.

Karte Verlauf Roke Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Karte zeigt den Verlauf des Taifuns "Roke" (von links unten nach rechts oben) ]
Stand: 22.09.2011 06:58 Uhr
 

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