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Ausland

Schweres Erdbeben erschüttert Japan

Kraftwerke vom Netz genommen

Schweres Erdbeben erschüttert Japan

Karte Japan Bei einem schweren Erdbeben im Norden Japans sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Mindestens 43 Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, teilten Rettungdienste mit. Zehntausende Häuser wurden durch die Erdstöße von der Stromversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Mit Kohle oder Öl betriebene Kraftwerke mussten vom Netz genommen werden.

Der Schwerpunkt des Bebens mit einer Stärke von 6,8 habe im nördlichen Teil der japanischen Hauptinsel Honshu in 120 Metern Tiefe gelegen, teilten die japanischen Behörden mit. Selbst im 550 Kilometer entfernten Tokio war das Beben zu spüren. Dort gerieten Gebäude ins Wanken. Die Regierung in Japan richtete ein Krisenzentrum ein, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren.

Risse in Mauern und leckgeschlagene Rohre

In der ganzen Region berichteten Augenzeugen von umgestürzten Möbeln, zerbrochenen Fensterscheiben und leergeräumten Regalen. Das japanischen Fernsehen zeigte Bilder von Rissen in Mauern und leck geschlagenen Kanalisationsrohren.

In der Stadt Hachinohe im Norden Japans befürchteten die Behörden den Ausbruch von Bränden. In der Stadt rückten Feuerwehrautos und Krankenwagen mit Sirenen aus. Das Erdbeben überraschte die Menschen frühmorgens im Schlaf.

Kraftwerke werden auf Schäden untersucht

Auch Kraftwerke wurden vom Beben in Mitleidenschaft gezogen. Die Energie-Firma Nippon Steel will ihr Kohlekraftwerk in Kamaishi zunächst auf Erdbeben-Schäden untersuchen, bevor es den Betrieb wieder aufnimmt. Auch Tohoku Electric nahm ein Ölkraftwerk in Aomori vom Netz. Sein ebenfalls in der Erdbeben-gefährdeten Region befindliches Atom-Kraftwerk sei jedoch nicht beschädigt worden und laufe ohne Störungen weiter, teilte der Energiekonzern mit.

Japan ist eine der weltweit am stärksten erdbebengefährdeten Regionen. Im Juni kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,2 mindestens zwölf Menschen ums Leben, mehr als 300 wurden verletzt.

Stand: 23.07.2008 21:15 Uhr
 

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