Überschwemmungen in Japan | Bildquelle: AFP

Südwesten des Landes 15 Tote nach Unwettern in Japan

Stand: 08.07.2017 13:39 Uhr

Bei schweren Unwettern im Südwesten Japans sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen nach weiteren Vermissten. Mehr als 600 Bewohner der Insel Kyushu seien vermutlich noch von der Außenwelt abgeschnitten, erklärten die Behörden.

Die Zahl der Todesopfer durch sintflutartigen Regen und Überschwemmungen in Japan ist auf mindestens 15 gestiegen. Vor allem im Südwesten des Landes ist die Lage dramatisch. Es kam auch zu Erdrutschen. Die Rettungskräfte suchen nach eigenen Angaben nach mindestens 14 weiteren Vermissten.

Mehr als 600 Bewohner der südlichsten der vier Hauptinseln, Kyushu, seien noch von der Außenwelt abgeschnitten, meldeten örtliche Medien. Die Regierung schickte 12.000 Einsatzkräfte aus Militär, Polizei und Feuerwehr in die Katastrophenregion.

Polizisten durchsuchen die Trümmer nach Vermissten. | Bildquelle: REUTERS
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12.000 Rettungskräfte sind im Einsatz, um Schäden zu beheben und nach Vermissten zu suchen.

Überschwemmungen in Japan | Bildquelle: AFP
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Eingeschlossene im Südwesten des Landes werden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.

Flüsse treten über die Ufer

Nach Niederschlägen von mehr als 50 Zentimetern in nur zwölf Stunden waren in der Region mehrere Flüsse über ihre Ufer getreten. Die Wassermassen überfluteten Straßen, rissen Brücken mit sich, entwurzelten Bäume, brachten Häuser zum Einsturz und zerstörten Schulen. Hubschrauber waren im Einsatz, um Menschen aus dem Flutgebiet herauszuholen.

Grund für die Unwetter ist der Taifun Nanmadol, der derzeit in der Region wütet. Für das gesamte Wochenende sind heftige Niederschläge und schwere Stürme vorhergesagt.

Prinzessinnen-Verlobung verschoben

Wegen der Überschwemmungen war die geplante Bekanntgabe der Verlobung von Prinzessin Mako abgesagt worden. Der Termin war für heute vorgesehen, ein neues Datum gibt es noch nicht.

Autos wurden mit den Fluten mitgerissen. | Bildquelle: REUTERS
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Autos wurden mit den Fluten mitgerissen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Juli 2017 um 13:00 Uhr.

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