Radioaktive Stoffe aus Ruine ausgetreten AKW Fukushima verseucht Grundwasser

Stand: 09.07.2013 12:40 Uhr

Atomanlage Fukushima Daiichi (Bildquelle: REUTERS)
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Aus der AKW-Ruine in Fukushima sind erneut radioaktive Stoffe ausgetreten.

Im Grundwasser nahe der japanischen Atomruine Fukushima ist nach Angaben der Betreiberfirma erneut stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Werte der radioaktiven Substanz Cäsium-134 seien seit Freitag um das 90-fache angestiegen auf 9000 Becquerel pro Liter gestiegen, gab die Betreiberfirma Tepco bekannt. Der zulässige Grenzwert liegt bei 60 Becquerel. Zudem seien stark erhöhte Konzentrationen von Cäsium-137 gemessen worden.

Erst im Juni waren an der Stelle erhöhte Werte der Substanzen Strontium-90 und Tritium gemessen worden. Gemessen wurde in einem Testbrunnen in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 2, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Radioaktives Cäsium, Strontium und Tritium können im Körper zu Strahlenschäden führen.

Betreiber sucht noch nach Leck

Tanks für radioaktiv verseuchtes Wasser in Fukushima (Bildquelle: REUTERS)
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Radioaktiv verseuchtes Wasser wird in Fukushima in Tanks zurückgehalten.

Die Ursache sei derzeit nicht bekannt, sagte ein Tepco-Sprecher. Auch ob belastetes Grundwasser ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht. Im vergangenen Monat hatte Tepco noch erklärt, das Grundwasser um das Kraftwerk sei durch Stahlböden und das Betonfundament weitgehend geschützt.

Die Katastrophe von Fukushima infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 war das folgenschwerste Atomunglück seit Tschernobyl. Das AKW war schwer verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen.

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