Rettungsaktion in Kurashiki | Bildquelle: REUTERS

Unwetter in Japan Zahl der Todesopfer steigt weiter

Stand: 09.07.2018 05:46 Uhr

Bei schweren Unwettern mit außergewöhnlich viel Regen sind in Japan bis zu 100 Menschen ums Leben gekommen. Millionen Japaner müssen ihre Häuser verlassen. Entspannung ist nicht in Sicht.

Die Zahl der durch die heftigen Unwetter in Japan getöteten Menschen ist auf bis zu 100 gestiegen. Das teilte ein Sprecher der japanischen Regierung mit. Insgesamt sei der Verbleib von 68 Menschen unbekannt.

Fotos zeigten schlimme Folgen des seit Donnerstag andauernden Regens: überflutete Straßen, verschlammte Häuser, Erdrutsche. Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Allein dort wurden 27 Tote und 21 Vermisste gemeldet. Auf der südwestlichen Hauptinsel Shikoku starben 19 Menschen.

Zahl der Toten auf mindestens 100 gestiegen
tagesschau 09:00 Uhr, 09.07.2018

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Millionen Menschen verlassen ihre Häuser

Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen. Rund 3,6 Millionen Menschen in 18 Präfekturen waren aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, darunter alleine 1,8 Millionen in Hiroshima. Andere mussten sich auf Dächer von Gebäuden retten. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden Hunderte Häuser beschädigt, Tausende Helfer waren im Einsatz.

In der westlichen Präfektur Okayama wurden rund 200 Menschen, darunter Kinder und ältere Menschen, in einem Krankenhaus eingeschlossen, nachdem ein Fluss über die Ufer trat und die Gegend überschwemmte. Eine Krankenschwester berichtete NHK, die Strom- und Wasserversorgung sei unterbrochen, es gebe Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln.

Eine Gruppe älterer Menschen wird mit einem Schlauchboot der Armee transportiert | Bildquelle: AP
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Viele Menschen mussten von der Armee vor den Überschwemmungen gerettet werden.

Weitere Niederschläge erwartet

Regierungschef Shinzo Abe warnte vor einem "Wettlauf gegen die Zeit", um Flutopfer zu retten. Der Verbleib vieler Menschen sei noch unklar.

Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, auch heute erwarten die Meteorologen heftige Niederschläge. Die Situation sei "extrem gefährlich". Die Wetterbehörde warnte vor weiteren Erdrutschen und Hochwasser. Vor allem in den Präfekturen Kyoto und Gifu gebe es "noch nie da gewesene Niederschläge". In einer Region der Provinz Kochi verzeichnete der japanische Wetterdienst Niederschlagsmengen von 260 Millimetern innerhalb von drei Stunden - der höchste Wert seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen im Jahr 1976.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Juli 2018 um 05:21 Uhr.

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